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Die SAF-HOLLAND Group (ISIN: LU0307018795), einer der weltweit führenden Zulieferer von Trailer- und Truckkomponenten, hat heute die Geschäftszahlen für das erste Quartal 2020 vorgestellt.

Alexander Geis, CEO der SAF-HOLLAND, sagt: "Das erste Quartal ist hinsichtlich der Umsatz- und Ergebnisentwicklung trotz eines sehr herausfordernden Marktumfelds - besonders in Nordamerika - weitestgehend planmäßig verlaufen. Fraglos wird das zweite Quartal auch für unser Unternehmen, sämtliche Beschäftigten und die Führungsmannschaft eine besondere Herausforderung darstellen."

"Uns kommt jetzt allerdings zu Gute, dass wir bereits Ende September 2019 - nach der Anpassung der letztjährigen Jahresprognose - ein globales Programm zur Reduzierung der Vertriebs- und Verwaltungskosten initiiert hatten und zusätzlich für den Standort Bessenbach einen seit dem 1. März 2020 wirksamen Ergänzungstarifvertrag abschließen konnten."

Konzernumsatz marktbedingt unter Vorjahr; bereinigte EBIT-Marge bei 6,5 Prozent

Der Konzernumsatz lag im ersten Quartal 2020 mit 283,4 Mio. Euro um 18,1 Prozent unter dem Vorjahreswert von 346,0 Mio. Euro. Der zusätzliche Umsatzbeitrag der seit Januar 2019 erworbenen Gesellschaften betrug 1,6 Mio. Euro. Die positiven Währungskurseffekte, die überwiegend aus der Aufwertung des US-Dollar gegenüber dem Euro resultierten, beliefen sich auf 1,9 Mio. Euro. Die währungskurs- und akquisitionsbereinigten Erlöse fielen somit um 19,1 Prozent auf 279,9 Mio. Euro.

Das bereinigte EBIT belief sich im ersten Quartal 2020 auf 18,4 Mio. Euro (Vorjahr 24,8 Mio. Euro). Die bereinigte EBIT-Marge betrug 6,5 Prozent (Vorjahr 7,2 Prozent). Margenbelastend hat der unterproportionale Rückgang der bereinigten Vertriebs- und Verwaltungsaufwendungen um 7,6 Prozent auf 30,2 Mio. Euro (Vorjahr 32,7 Mio. Euro) beigetragen, da noch nicht sämtliche in allen Regionen eingeleiteten Sparmaßnahmen ihre volle Wirkung entfaltet haben.

Das bereinigte Periodenergebnis lag im ersten Quartal 2020 mit 11,3 Mio. Euro (Vorjahr 16,4 Mio. Euro) um 31,1 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Auf Basis der unverändert rund 45,4 Mio. ausgegebenen Stammaktien ergab sich im Berichtszeitraum Januar bis März 2020 ein unverwässertes bereinigtes Ergebnis je Aktie in Höhe von 0,25 Euro (Vorjahr 0,36 Euro) sowie ein verwässertes bereinigtes Ergebnis je Aktie von 0,21 Euro (Vorjahr 0,31 Euro).

Investitionen mit Fokus auf Optimierung der Prozesse und Abläufe

Die Zugänge von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten betrugen im ersten Quartal 2020 - einschließlich der aktivierten Entwicklungskosten von 1,0 Mio. Euro (Vorjahr 0,9 Mio. Euro) - 6,7 Mio. Euro (Vorjahr 14,4 Mio. Euro). Auf die Region EMEA entfielen 2,1 Mio. Euro (Vorjahr 4,7 Mio. Euro), auf die Region Amerika 3,8 Mio. Euro (Vorjahr 6,6 Mio. Euro), auf die Region APAC 0,8 Mio. Euro (Vorjahr 3,2 Mio. Euro). Investitionsschwerpunkte waren die weitere Automatisierung der Produktionsprozesse an verschiedenen Standorten der Region Amerika und in Deutschland.

Mitarbeiterzahl sichtbar rückläufig

Zum Stichtag 31. März 2020 beschäftigte SAF-HOLLAND weltweit 3.428 Mitarbeiter (Vorjahr 3.899 Mitarbeiter). Gegenüber dem Vorjahresstand reduzierte sich die Mitarbeiterzahl damit um 12,1 Prozent. Der Abbau erfolgte in sämtlichen Regionen, um der veränderten Marktlage Rechnung zu tragen. Per Ende April belief sich die Mitarbeiterzahl auf 3.194.

Deutlich positiver Operativer Free Cashflow

Der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit lag im ersten Quartal 2020 mit 32,0 Mio. Euro deutlich über dem Niveau des Vorjahresquartals von 8,6 Mio. Euro. Diese Verbesserung ist insbesondere auf die deutlichen Fortschritte beim Working Capital Management zurückzuführen. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte lag mit -6,3 Mio. Euro um 7,9 Mio. Euro bzw. 55,6 Prozent unter dem Vorjahresvergleichswert.

Der operative Free Cashflow verbesserte sich deutlich von -5,7 Mio. Euro auf 25,7 Mio. Euro. Der Total Free Cashflow in Höhe von 4,1 Mio. Euro (Vorjahr -18,1 Mio. Euro) ist durch den Finanzmittelabfluss für den Kauf der restlichen Anteile an der V.Orlandi in Höhe von 21,6 Mio. Euro beeinflusst.

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Die Netto-Finanzschulden (inkl. Leasingverbindlichkeiten) haben sich per 31. März 2020 gegenüber dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2019 um 4,5 Mio. Euro auf 256,2 Mio. Euro leicht erhöht. SAF-HOLLAND verfügte per 31. März 2020 über flüssige Mittel in Höhe von 319,4 Mio. Euro (31. Dezember 2019: 131,2 Mio. Euro).

"Mit dem neuen Schuldscheindarlehen haben wir unser Fälligkeitenprofil deutlich verbessert und sind gleichzeitig bis zum Jahr 2023 vollständig durchfinanziert", sagt Dr. Matthias Heiden, Finanzvorstand der SAF-HOLLAND. "Mit dem Start unseres Cash-is-King-Projekts, welches insbesondere überfällige Forderungen und das Management unserer Vorräte adressiert, werden wir bis Jahresende weitere Finanzmittel freisetzen und damit das Unternehmen auch in diesen schwierigen Zeiten in einem ruhigen Fahrwasser halten können. Bestätigt wird diese Einschätzung auch von der Euler Hermes Rating GmbH, die gerade unser Investmentgrade Rating bestätigt hat."

Region EMEA: Bereinigte EBIT-Marge relativ stabil

In der Region EMEA fiel der Umsatz im ersten Quartal 2020 um 10,7 Prozent auf 157,2 Mio. Euro (Vorjahr 176,1 Mio. Euro). Auf die seit Januar 2019 erworbenen Gesellschaften entfiel dabei ein zusätzlicher Umsatzbeitrag von 1,6 Mio. Euro. Der organische Umsatz sank um 11,7 Prozent auf 155,6 Mio. Euro.

Die Region EMEA erzielte im Berichtszeitraum Januar bis März 2020 ein bereinigtes EBIT von 14,8 Mio. Euro (Vorjahr 17,1 Mio. Euro) und eine bereinigte EBIT-Marge von 9,4 Prozent (Vorjahr 9,7 Prozent).

Region Amerika: Ergebnissituation volumenbedingt eingetrübt

In der Region Amerika fielen die Umsatzerlöse im ersten Quartal 2020 um 20,0 Prozent auf 105,1 Mio. Euro (Vorjahr 131,3 Mio. Euro). Die währungskursbereinigten Erlöse reduzierten sich um 21,5 Prozent auf 103,1 Mio. Euro.

Das bereinigte EBIT lag mit 4,1 Mio. Euro deutlich unter dem Vorjahreswert von 6,8 Mio. Euro, die bereinigte EBIT-Marge bei 3,9 Prozent (Vorjahr 5,2 Prozent). Dabei wirkte sich das Ersatzteilgeschäft positiv, das Erstausrüstungsgeschäft negativ auf die Bruttomarge aus.

Region APAC: Anhaltend schwache Kundennachfrage belastet

Die Region APAC erzielte im ersten Quartal 2020 einen Umsatz von 21,1 Mio. Euro (Vorjahr 38,5 Mio. Euro). Die währungskursbereinigten Erlöse fielen im Vorjahresvergleich um 44,8 Prozent auf 21,3 Mio. Euro. Ursache für diesen deutlichen Umsatzrückgang war insbesondere die anhaltend schwache Kundennachfrage in Indien. Darüber hinaus sorgten das Neujahrsfest sowie COVID-19-bedingte Schließungen in China für deutlich rückläufige Umsätze in den Monaten Februar und März.

Das bereinigte EBIT blieb mit -0,5 Mio. Euro hinter dem Vorjahresergebnis von 0,9 Mio. Euro zurück. Die bereinigte EBIT-Marge belief sich auf -2,4 Prozent (Vorjahr 2,4 Prozent).

Ausblick für das Geschäftsjahr 2020

Das Group Management Board der SAF-HOLLAND rechnet auf Grundlage der erwarteten gesamtwirtschaftlichen und branchenspezifischen Rahmenbedingungen und unter Abwägung der Risiko- und Chancenpotenziale (inkl. derzeit absehbarer Geschäftsbeeinträchtigungen durch die Corona-Pandemie) für das Geschäftsjahr 2020 mit einem Rückgang des Konzernumsatzes gegenüber 2019 von 20 Prozent bis 30 Prozent.

Unter dieser Annahme erwartet SAF-HOLLAND für das Geschäftsjahr 2020 eine bereinigte EBIT-Marge zwischen 3 Prozent und 5 Prozent. Margenstabilisierend wirkt dabei der höhere Anteil des Ersatzteilgeschäfts, margenverwässernd das Erstausrüstungsgeschäft und der unterproportionale Rückgang der Vertriebs- und Verwaltungskosten, da die eingeleiteten Sparmaßnahmen erst im weiteren Jahresverlauf ihre volle Wirkung entfalten werden.

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Um die strategischen Ziele zu unterstützen, plant SAF-HOLLAND für das Geschäftsjahr 2020 Investitionen in einer Größenordnung von um die 3 Prozent (Vorjahr 4,1 Prozent) vom Konzernumsatz. Diese betreffen schwerpunktmäßig die Fortsetzung der Einführung einer Global-Manufacturing-Plattform, weitere Automatisierungen sowie das Programm FORWARD.

Die genauen wirtschaftlichen Auswirkungen der aktuellen COVID-19-Pandemie auf SAF-HOLLAND lassen sich aber nach wie vor weder hinreichend präzise ermitteln noch verlässlich beziffern.

Aktuell (13.05.2020 / 09:17 Uhr) notieren die Aktien der SAF Holland S.A. im Xetra-Handel mit einem Minus von -0,21 EUR (-4,71 %) bei 4,25 EUR.


Chart: SAF-HOLLAND S.A. | Powered by GOYAX.de

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