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Die VTG Aktiengesellschaft (ISIN: DE000VTG9999), eines der führenden Waggonvermiet- und Schienenlogistikunternehmen in Europa, hat ihren Umsatz in den ersten neun Monaten 2017 gesteigert.

Der Konzernumsatz verbesserte sich und lag mit 750,2 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: 742,0 Mio. Euro) über dem Vorjahresniveau. Trotz dieses Anstiegs sank das EBITDA mit 250,7 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: 255,9 Mio. Euro) leicht unter das des Vorjahres. Dieser Rückgang ist im Wesentlichen auf Sonderaufwendungen aus der Ingangsetzung unvermieteter Wagen sowie der geplanten Übernahme der Nacco-Gruppe zurückzuführen. Das Konzernergebnis lag entsprechend mit 44,1 Mio. Euro ebenfalls geringfügig unter dem Wert des Vorjahreszeitraums (45,0 Mio. Euro). Der Gewinn je Aktie (EPS) sank demzufolge von 1,24 Euro im Vergleichszeitraum 2016 auf jetzt 1,21 Euro.

"Die Zahlen der ersten neun Monate zeigen, dass wir den positiven Umsatztrend der vergangenen Monate kontinuierlich fortsetzen. Die Logistikbereiche entwickeln sich zufriedenstellend und die Auslastung der Waggonvermietung ist auf dem höchsten Niveau seit 2008", erklärt Dr. Heiko Fischer, Vorsitzender des Vorstands der VTG Aktiengesellschaft, und erläutert weiter: "Das EBITDA wurde durch Sonderaufwendungen aus der Ingangsetzung unvermieteter Wagen und der geplanten Nacco-Übernahme leider leicht gebremst. Gleichzeitig ist die weiterhin steigende Nachfrage nach unseren Produkten und Dienstleistungen ein Indikator für die Weiterentwicklung unseres Geschäfts."

Der Umsatz im Geschäftsbereich Waggonvermietung erhöhte sich im dritten Quartal 2017 um 2,7 Prozent von 128,5 Mio. Euro im zweiten Quartal auf 131,9 Mio. Euro. Für die ersten neun Monate 2017 lag der Umsatz damit bei 386,0 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: 387,7 Mio. Euro). Das entspricht einem geringfügigen Rückgang um 0,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Damit hat der anhaltend positive Umsatztrend den eher schwachen Jahresauftakt nahezu ausgeglichen. Das EBITDA des Geschäftsbereichs lag mit 249,1 Mio. Euro um 2,5 Prozent unter dem des Vorjahreszeitraums (255,5 Mio. Euro). Wesentliche Ursache hierfür waren Sonderaufwendungen in Höhe von 4,2 Mio. Euro für die geplante Übernahme der Nacco-Gruppe und die Ingangsetzung neu vermieteter Wagen. Dem gegenüber hatten im dritten Quartal 2016 einmalige Sondererträge von in Summe 3,2 Mio. Euro das EBITDA positiv beeinflusst. Entsprechend ging die auf den Umsatz bezogene EBITDA-Marge mit 64,5 Prozent leicht um 1,4 Prozentpunkte (Vorjahreszeitraum: 65,9 Prozent) zurück. Die Auslastung der Gesamtflotte stieg mit 92,1 Prozent (Vorjahreszeitraum: 89,8 Prozent) auf den höchsten Stand seit September 2008.

Die Investitionen lagen in den ersten neun Monaten 2017 mit 211,8 Mio. Euro deutlich über dem Vorjahresniveau von 154,8 Mio. Euro und flossen zum überwiegenden Teil in den Erwerb von Neu- und Gebrauchtwagen und damit in das Sachanlagevermögen, vor allem in den Ausbau der Flotten in Nordamerika, Russland und Europa.

EBITDA-Steigerung in den Logistikbereichen

Der Geschäftsbereich Schienenlogistik verzeichnete in den ersten neun Monaten 2017 eine Umsatzsteigerung von 5,7 Prozent auf 247,2 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: 233,7 Mio. Euro), und konnte damit ebenfalls den positiven Trend der letzten Monate fortsetzen. Dies geht insbesondere auf eine anhaltend positive Entwicklung der Geschäfte in Südosteuropa zurück. Positiv zeigten sich auch die Transporte für die metallverarbeitende Industrie sowie in der Projektlogistik.

Aufgrund dieser Umsatzentwicklung verbesserte sich das EBITDA des Geschäftsbereichs in den ersten neun Monaten 2017 um 10,4 Prozent auf 5,1 Mio. Euro nach 4,7 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Die auf den Rohertrag bezogene EBITDA-Marge der Schienenlogistik stieg in den ersten neun Monaten 2017 leicht um 0,8 Prozentpunkte auf 22,8 Prozent im Vergleich zu 22,0 Prozent im Vorjahreszeitraum.

Der Umsatz in der Tankcontainerlogistik lag in den ersten neun Monaten 2017 mit 117,0 Mio. Euro um 3,0 Prozent unter dem des Vorjahres (120,6 Mio. Euro). Hier standen einem gestiegenen Transportvolumen niedrigere Frachtraten gegenüber. Zudem wirkte sich die vorübergehende Sperrung der Eisenbahnstrecke bei Rastatt negativ auf die Umsatzentwicklung im dritten Quartal aus. Trotz dieses leichten Umsatzrückgangs konnte sich das EBITDA des Geschäftsbereichs in den ersten neun Monaten 2017 verbessern, und stieg um 8,4 Prozent von 7,7 Mio. Euro in den ersten neun Monaten 2016 auf jetzt 8,3 Mio. Euro. Die auf den Rohertrag bezogene EBITDA-Marge stieg um 1,0 Prozentpunkt auf 37,0 Prozent und lag damit leicht über dem Vorjahresniveau (36,0 Prozent).

Vorstand der VTG konkretisiert August-Prognose für 2017

Für das laufende Geschäftsjahr wird für den Konzernumsatz unverändert ein leichter Anstieg gegenüber dem Vorjahr erwartet (Vorjahr: 986,9 Mio. Euro).

Das Konzern-EBITDA für das laufende Geschäftsjahr erwartete der Vorstand in der im August veröffentlichten Prognose in der Bandbreite von 330 Mio. bis 360 Mio. Euro. Die EBITDA-Prognose enthält am oberen Ende der Spanne das Erlöspotenzial aus der Übernahme der Nacco-Gruppe im Geschäftsjahr 2017. Aufgrund der anhaltenden Prüfung der Übernahme durch die zuständigen Kartellbehörden erwartet der Vorstand das Closing der Transaktion jetzt erst im ersten Quartal 2018. In das Ergebnis des Geschäftsjahres 2017 werden daher keine Erträge der Nacco-Gruppe eingehen, sondern nur die mit dem Erwerb der Nacco-Gruppe einhergehenden Aufwendungen. Der Vorstand geht daher davon aus, dass die veröffentlichte EBITDA-Prognose am unteren Ende der genannten Spanne erreicht wird.

Aktuell (16.11.2017 / 08:51 Uhr) notieren die Aktien der VTG AG im Xetra-Handel mit einem Minus von -2,19 EUR (-4,68 %) bei 44,63 EUR.


Chart: VTG AG | Powered by GOYAX.de

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