Nordex meldet den nächsten Auftrag – und der hat für Anleger mehr Bedeutung, als es auf den ersten Blick scheint. Mit einem neuen Projekt in Deutschland stärkt der Windturbinenbauer nicht nur seine Position im Heimatmarkt, sondern sichert sich zugleich langfristige Serviceerlöse.
Auftrag aus NRW: 35-MW-Projekt mit strategischer Bedeutung
Die Nordex Group liefert fünf Turbinen des Typs N163/6.X für den Windpark Frettertal im Sauerland. Auftraggeber ist die STAWAG – Stadt- und Städteregionswerke Aachen AG bzw. deren Tochter STAWAG Energie GmbH.
Das Projekt hat eine Gesamtleistung von 35 MW und ist damit zwar kein Großprojekt, aber dennoch strategisch relevant. Denn gerade Projekte in Deutschland gewinnen wieder an Bedeutung, nachdem der Ausbau der Windenergie in den vergangenen Jahren eher schleppend verlief.
Die Installation ist ab Sommer 2027 geplant, die Inbetriebnahme Anfang 2028.
Servicevertrag als unterschätzter Gewinntreiber
Ein entscheidender Punkt für Investoren steckt im Detail: Nordex liefert nicht nur die Turbinen, sondern übernimmt auch einen Premium-Servicevertrag über 20 Jahre.
Genau diese langfristigen Serviceverträge sind ein zentraler Bestandteil der Nordex-Strategie. Sie sorgen für wiederkehrende Einnahmen, stabilisieren die Margen und machen das Geschäftsmodell weniger abhängig vom zyklischen Projektgeschäft.
Für Anleger ist das besonders wichtig, da sich damit die Planbarkeit der Erträge deutlich verbessert.
Technologie-Vorteil: Hohe Türme für anspruchsvolle Standorte
Die eingesetzten Turbinen vom Typ N163/6.X sind speziell für komplexe Standorte wie das Sauerland geeignet. Die Region ist geprägt von Tälern und Höhenzügen, was hohe Anforderungen an die Technologie stellt.
Mit einer Nabenhöhe von 164 Metern können die Anlagen stabilere Windverhältnisse nutzen und so höhere Volllaststunden erreichen. Das steigert die Effizienz und macht Projekte auch in bislang weniger attraktiven Regionen wirtschaftlich.
Genau hier zeigt sich der technologische Fortschritt der Branche: Moderne Anlagen erschließen neue Standorte – und erweitern damit den Markt.
Deutschland als Wachstumsmarkt kehrt zurück
Der Auftrag könnte ein weiteres Indiz dafür sein, dass der deutsche Windmarkt wieder an Fahrt aufnimmt.
Nach Jahren der Zurückhaltung sorgen politische Maßnahmen und beschleunigte Genehmigungsverfahren zunehmend für neue Projekte. Regionen wie das Sauerland, die bislang weniger im Fokus standen, rücken nun stärker in den Blick.
Für Nordex ist das eine gute Nachricht. Der Heimatmarkt bietet nicht nur kurze Lieferwege, sondern auch eine hohe Sichtbarkeit bei Investoren.








