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Am Montagabend gab der Autozulieferer Leoni AG (ISIN: DE0005408884) Gewinnwarnungen für das laufende sowie das kommende Jahr aus.

Durch höhere Kosten, vor allem im Bereich der Bordnetze, ist der Gewinn im dritten Quartal dieses Jahres stark gesunken und erreicht mit 30 Mio. EUR vor Zinsen und Steuern (Ebit) ein unerwartet niedriges Niveau. Das Segment werde nun auch durch die schwächere Nachfrage aus China belastet. Im Gegensatz dazu verursacht eine hohe Nachfrage in anderen Ländern aber nun Kosten, da eine Produktionserweiterung schneller umgesetzt werden muss.

Bereits im ersten Quartal war der operative Gewinn um 30% eingebrochen. Eine Bestätigung des operativen Gewinns im August, aufgrund einer nur geringen Steigerung von 6% im zweiten Quartal, war somit verfrüht.

Die höheren Kosten sollen auch im vierten Quartal weiterhin beim Ebit spürbar sein. Für das Gesamtjahr 2015 erwartet der Konzern deshalb, dass das Ziel von 200 Mio. EUR an operativem Gewinn nicht erreicht werde und auch 2016 deutlich niedriger ausfällt. Der Umsatz soll in diesem Jahr jedoch unverändert um die 4,3 Mrd. EUR liegen. Lediglich für 2016 wurde die Umsatzerwartung bereits im September von 4,8 Mrd. auf 4,6 Mrd. EUR gesenkt. Ein Anstieg der Umsätze, auch durch die neuen Standorte in den Wachstumsmärkten Mexiko und Indien, wird somit aber weiterhin erwartet.

Leoni warnte vor einer weiterhin sinkenden Nachfrage in China, Russland und den USA in 2016. Kritik gab es aber auch an der eigenen Effizienz, die nicht so hoch ist wie es nötig wäre. Das Unternehmen habe aber bereits Maßnahmen in Planung um die Rendite im Bereich der Bordnetze zu erhöhen. Der offizielle Quartalsbericht wird am 10. November vorgelegt und enthält die konkreten Maßnahmen.

Die Aktie von Leoni reagierte auf die Gewinnwarnung mit dem stärksten Kursrutsch in der Geschichte des Unternehmens. Im Handelsverlauf hat diese am Dienstag bereits über 30% an Wert verloren.

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