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Die TeamViewer AG (ISIN DE000A2YN900), als potentiellen Überflieger, haben wir gemeinsam mit Qiagen (ISIN: NL0012169213) und Delivery Hero (ISIN:DE000A2E4K43) als unsere Favoriten- MDAX vor einigen Tagen eingestuft.

Spannende Sondersituationen. Beginnen wir mit dem MDAX-Neueinsteiger Teamviewer. Seit dem 23.12.2019 MDAX-Mitglied. Endlich auch im Kurs in die Richtung gehend, die wir erwartet haben. Nach dem holprigen IPO hat man jetzt ein Kursniveau erreicht, dass die operativen Möglichkeiten der Gesellschaft beginnt wiederzugeben. Den ersten Tag als MDAX-Mitglied beendete Teamviewer auf XETRA um 17:35 Uhr im Plus bei 30,99 EUR. Nach IPO zu 26,25 EUR ging es runter bis auf 21,38 EUR, scheinbar einer der anderen IPO-Flops des Jahres. Dann aber setzte sich doch die operative Betrachtung durch, Permiras kräftiger Schluck aus der Pulle wurde vergessen, jetzt handelt die Aktie bei 30,99 EUR und der Weg nach oben scheint frei - technische Widerstände gibt es bei einem Allzeizhoch - noch - nicht. Ein spannendes 2020 steht bevor.

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Und warum Teamviewer?

Es gibt zwar die Erwartung, das Indexaufsteiger "normalerweise" nicht unbedingt die höchste Out-Performance (kurzfristig) liefern, aber Teamviewer ist - glaubt man den Analysten - gut. Bisher war Teamviewer eher das Stiefkind des Aktienmarktes - Interesse für die Aktie war nicht sonderlich ausgeprägt - nwm Artikel über Teamviewer wurden wesentlich weniger beachtet als andere Unternehmen aus der Softwarebranche. Schade um die Wachstumsstory, vielleicht ändert die Indexmitgliedschaft jetzt daran etwas. MDAX-Werte werden nun mal mehr beachtet als Börsengänge, die unter Emissionspreis notieren. Aber auch dieses Kurstief ist überstanden und die Indexaufnahme könnte eine Art Initialzündung liefern. auch wenn die Aufnahmenachricht relativ unaufgeregt an der Kursfront aufgenommen wurde, sollten Indexorientierte Fonds, ETF und Zertifikate für eine gewisse Grundnachfrage sorgen. Der Rest muss von Teamviewer und der weiteren operativen Entwicklung kommen. Drohend ist natürlich der aussteigewillige Hauptaktionär.

Was macht Teamviewer als nächstes? Jetzt ist der Emissionspreis wieder erreicht und kräftig überschritten - wo geht es weiter hin? ANALYSE.

ThyssenKrupp und K+S wollen in 2020 zeigen, dass ihre Töchter nicht nur mehr als doppelt soviel wert sind, wie die Gesamtkonzerne an der Börse bewertet werden, sondern auch, dass man diesen Wert für die Mütter heben kann und will.

Teamviewer hat das Zeug ...

... die Deutschen Top-Werte im Softwarebereich zu ergänzen, klar von der Größe her keine SAP, aber starker Anbieter im eigenen Spezialgebiet. Wer weiss wohin der Zug von Teamviewer noch geht. Indexorientierte Fonds werden kaufen und weitere Verkäufe des Aktionärs Permira wären dabei nicht schädlich für die weitere Entwicklung und diese werden mit großer Wahrscheinlichkeit folgen nach der "Stillhaltephase". Solange Abgaben aus dieser Seite bevorstehen, wird der Kurs natürlich darunter im gewissen Sinne leiden, aber fundamentale Gründe sprechen für diesen Wert: Permira hat Teamviewer 2014 für 850 Mio. EURO übernommen und durch den Börsengang hat man im ersten Schritt gut 2 Mrd. eingenommen, für nicht einmal die Hälfte (je nach Zuteilung maximal 42%). Ob es für die Erstzeichner zum Erfolg wird hängt weiter von der weiteren operativen Entwicklung ab. UND DIE STIMMT.

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Die TeamViewer AG hat in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2019 ihr Wachstum fortgesetzt. Die Billings erhöhten sich um 45 % gegenüber dem Vorjahr auf 224 Mio. EUR (9M 2018: 155 Mio. EUR). Im selben Zeitraum stieg das Cash-EBITDA um 54 % auf 120 Mio. EUR (9M 2018: 78 Mio. EUR), was zu einer Verbesserung der Cash-EBITDA-Marge auf 53 % (9M 2018: 50 %) führte. Im gleichen Tenor das Führungspersonal bei der Vorlage der Neun-Monats-Zahlen: Oliver Steil, CEO von TeamViewer, sagt: "Unsere ersten Ergebnisse als börsennotiertes Unternehmen unterstreichen TeamViewers starkes Finanzprofil, das hohes Wachstum mit hoher Profitabilität vereint. Die Dynamik unserer strategischen Wachstumsinitiativen spiegelt sich im Billingswachstum wider und unser Abonnement-basiertes Software-as-a-Service-Geschäftsmodell führt zu sehr gutem Ergebniswachstum."

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Stefan Gaiser, CFO von TeamViewer, sagt: "Das starke Wachstum der Billings und des Cash-EBITDA im dritten Quartal untermauern unsere Zuversicht die für das Jahr 2019 gesetzten Ziele zu erreichen. Wir sind auf einem guten Weg, unsere Prognose für das Gesamtjahr zu realisieren."

2020 wird man sehen,ob Teamviewer das hohe Tempo halten kann und so beweist, dass man neben SAP zu einem möglichen weltweit führenden Internetunternehmen besitzt. Noch ein langer Weg, aber der Anfang passt.

UND QIAGEN?

eigentlich schien bei Qiagen operativ ein wenig die Luft heraus zu sein, der Kurs machte auch nicht wirklich Spass, dann kamen die ersten Übernahmegerüchte auf, die dann von der Gesellschaft bestätigt wurden: Es gäbe mehrere nicht bindendde Angebote - spannend für die Anleger, der Kurs schoss nach oben. Positioniert haben sich bestimmt auch einige Fonds, die auf einen Übernahmekampf hoffen. Nieman scheint sich zu trauen gegen eine Übernahme zu spekulieren, wenn hier starke Zweifel am Markt wären, dann wären die schönen neuen Höchstkurse eigentlich ein perfektes Argument die Aktie zu shorten.

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Dass dieses nicht geschieht, spricht eigentlich dafür, dass eine hohe Erwartungshaltung für ein potentielles Übernahmeangebot oder sogar einen Übernahmekampf besteht. Analystenerwartungen für die Aktie liegen bei durchschnittlich rund 33,00 EUR, natürlich eher aufgrund der operativen Zahlen, als aufgrund einer schwer bezifferbaren "Übernahme". Also Konsens ist unter den Analysten: "Gute Aktie", niemand empfielt den Verkauf, einige Kaufen, einige zumindest Halten. Aber was passiert, wenn die Übernahme nicht oder nicht so schnell kommt, wie "man" erwartet? 2020 wird hier ein sehr spannendes Jahr - Übernahem oder Kursrücksetzer beides ist möglich, spaannend im nächsten Jahr.

Delivery Hero, die

am 13.12.2019 einen sehr starken Schluck aus der "Kurspulle" genommen hatten - die Übernahme in Südkorea traf den Geschmack der Anleger. Die Übernahme passt in die Logik und Strategie des weltweit (außer innerchinesicher Konkurrent) führenden Anbieters. Gestern: 4 Milliarden USD für Woowa - Marktführer mit über 111.000 angeschlossenen Restaurants, passt doch.

Delivery Hero ist spätestens jetzt in der Championsleague angekommen... und was sagt die Analyse von HEUTE zu den Perspektiven der Aktie?

UND die Technologie von Delivery wird das Geschäft in Südkorea noch beschleunigen, gibt es bereits schon und muss nur noch auf die Landessprache angepasst werden:Die Möglichkeit, die Technologieplattform, das globale Know-how und bereits erfolgreichen Methoden von Delivery Hero zu nutzen, um das Serviceangebot von Woowa zum Nutzen von Kunden, Restaurants, Mitarbeitern und Fahrern zu verbessern - und natürlich der Marge und dem Umsatz.

Das Zeug zu einem neuen Amazon? Wenn Delivery Hero in 2020 beweisen kann, dass man auch Gewinne machen kann und nicht nur exorbitantes Wachstum, dann sieht es wirklich nicht schlecht aus. Delivery Hero ist bereits einer der weltweit führenden Online-Marktplätze für Essensbestellungen und -Lieferungen in Bezug auf Anzahl der Restaurants, aktiver Nutzer, Bestellungen und Anzahl an Online- und mobile Plattformen. Delivery Hero unterhält 33 marktführenden Positionen in 41 Ländern in Europa, dem Nahen Osten & Nordafrika (MENA), Lateinamerika und der Asien-Pazifik-Region. Delivery Hero betreibt zudem in über 300 Städten weltweit seinen eigenen Logistikdienst. Das Unternehmen mit Sitz in Berlin beschäftigt weltweit über 22.000 Mitarbeiter. Letztes Jahr trennte man sich ja von pizza.de und einigen anderen, um sich zu fokussieren.

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Aktuell (24.12.2019 / 14:07 Uhr) notieren die Aktien der Qiagen AG im XETRA-Handel zum Schluss gestern 17:35 Uhr bei 37,03 EUR (37,12 EUR); die Aktien der Delivery Hero SE bei 69,64 EUR (62,04 EUR) und die Aktien der Teamviewer AG im Plus bei 30,99 EUR (28,74 EUR). In Klammern, die Kurse bei erstem Favoritenartikel, 14.12.2019.

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Weitere Informationen

  • ISIN: DE000A2YN900, NL0012169213 , DE000A2E4K43

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Das Nebenwerte Magazin richtet seinen Fokus auf die Welt der deutschen Nebenwerte und hat sich zum Ziel gesetzt, Mid-Caps und Small-Caps aus Deutschland mehr in den Blickpunkt zu rücken.

Noch immer stehen deutsche Nebenwerte weitestgehend im Schatten der sogenannten 30 Blue Chips aus dem DAX, dem deutschen Leitindex. Doch so mancher Wert aus dem DAX kam ja einst aus der zweiten und dritten Reihe und war somit selbst einmal ein Mid-cap oder Small-Cap. SDAX, TECDAX und MDAX sind daher sozusagen die Wiege des DAX.

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