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Die Leoni AG (ISIN: DE0005408884), globaler Lösungsanbieter für das Energie- und Datenmanagement in der Automobilbranche und weiteren Industrien, blickt zufrieden auf das Jahr 2017 zurück.

Vor allem aufgrund der zunehmenden Nachfragedynamik stieg der Umsatz des Unternehmens um mehr als 11 Prozent auf einen Höchstwert von 4,9 Mrd. Euro (Vorjahr: 4,4 Mrd. Euro). Dabei betrug das organische Wachstum rund 10 Prozent. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) kletterte kräftig von 79 auf 225 Mio. Euro – entsprechend legte die EBIT-Marge von 1,8 auf 4,6 Prozent zu.

Neben dem Mehrumsatz wirkte sich auch die verbesserte operative Performance – insbesondere der Wiring Systems Division – positiv auf das Ergebnis aus. Auch bereinigt um sämtliche nicht-operative Effekte wuchs das Konzern-EBIT 2017 deutlich um 29 Prozent auf 207 Mio. Euro (Vorjahr: 161 Mio. Euro). Der Konzernüberschuss erhöhte sich von 12 auf 144 Mio. Euro. Entsprechend beabsichtigt Leoni, der Hauptversammlung die Ausschüttung einer Dividende von 1,40 Euro (Vorjahr: 0,50 Euro) pro Aktie vorzuschlagen.

„Leoni hat ein erfolgreiches Jubiläumsjahr 2017 hinter sich. Wir sind aus eigener Kraft stark gewachsen, haben dabei die Profitabilität gesteigert und in unsere weitere Expansion investiert. Parallel haben wir eine neue Konzernstrategie entwickelt. Sie stellt sicher, dass Leoni Zukunftsthemen wie Digitalisierung, Elektromobilität und autonomes Fahren aktiv mitgestaltet und seine Kunden mit intelligenten Lösungen unterstützt“, sagte Karl Gadesmann, Finanzvorstand und Sprecher des Vorstands der Leoni AG, im Rahmen der Bilanzpressekonferenz.

Wiring Systems Division: Auftragseingang auf Rekordniveau

Der Umsatz des Unternehmensbereichs Wiring Systems stieg im Berichtsjahr um fast 14 Prozent auf 3,06 Mrd. Euro (Vorjahr: 2,69 Mrd. Euro). Besonders dynamisch entwickelte sich der Umsatz mit Hochvolt-Produkten für Elektro- und Hybridfahrzeuge, der sich auf 44 Mio. Euro (Vorjahr: 25 Mio. Euro) erhöhte. In diesem Bereich gewann Leoni darüber hinaus mehrere neue Aufträge im Gesamtwert von rund 1,5 Mrd. Euro (Vorjahr: 0,4 Mrd. Euro). Der gesamte Auftragseingang des Unternehmensbereichs hat sich 2017 auf den Rekordwert von rund 7 Mrd. Euro (Vorjahr: 3,2 Mrd. Euro) mehr als verdoppelt. Das Segment-EBIT stieg in der Berichtsperiode von 36 auf 117 Mio. Euro.

Wire & Cable Solutions Division: Umsatzwachstum trotz Spartenverkaufs 

Der Unternehmensbereich Wire & Cable Solutions steigerte seinen Umsatz im Geschäftsjahr 2017 um fast 7 Prozent auf 1,86 Mrd. Euro (Vorjahr: 1,74 Mrd. Euro). Der Umsatzwegfall aus dem Verkauf der Sparte Electrical Appliance Assemblies (BG ES) konnte somit durch organisches Wachstum und positive Kupferpreiseffekte mehr als ausgeglichen werden. Das Segment-EBIT erhöhte sich 2017 deutlich um ein Viertel auf 105 Mio. Euro (Vorjahr: 84 Mio. Euro) – darin enthalten ist ein positiver Einmaleffekt aus dem Verkauf der Sparte BG ES von 24 Mio. Euro.

Investitionen: Kapazitäten für künftiges Wachstum ausgeweitet

Im Jahr 2017 hat Leoni in erheblichem Umfang für seine Zukunft vorgebaut. Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte erhöhten sich um etwa ein Drittel auf 281 Mio. Euro (Vorjahr: 211 Mio. Euro), wobei der Schwerpunkt auf dem Kapazitätsausbau in Osteuropa und Nordafrika lag. In Deutschland investierte Leoni 33 Mio. Euro in die Fabrik der Zukunft in Roth.

Finanz- und Vermögenslage: Eigenkapital übersteigt eine Milliarde Euro

Der operative Cashflow stieg in der Berichtsperiode von 175 auf 245 Mio. Euro. Mit 11 Mio. Euro (Vorjahr: -28 Mio. Euro) erzielte Leoni wie geplant einen positiven Free Cashflow. Das Eigenkapital nahm 2017 im Stichtagsvergleich um fast 12 Prozent auf 1,02 Mrd. Euro (Vorjahr: 0,92 Mrd. Euro) zu, und die Eigenkapitalquote verbesserte sich auf rund 33 Prozent (Vorjahr: 31 Prozent). Die Nettofinanzverschuldung des Konzerns blieb trotz der deutlichen Geschäfts-ausweitung mit 406 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr (404 Mio. Euro) stabil.

Leoni positioniert sich neu mit Blick auf Zukunftstrends

Leoni richtet sich strategisch neu aus, um von den Chancen aus dem dynamischen Marktumfeld sowie den globalen Megatrends bestmöglich zu profitieren. Beide Geschäftsbereiche haben 2017 bereits die Basis für diesen strategischen Wandel gelegt. Die Bordnetz-Division hat sich als Lösungsanbieter für Daten- und Energiemanagement neu positioniert und stellt den Pkw- und Nutzfahrzeugherstellern ein erweitertes Portfolio an innovativen Produkten und Services zur Verfügung – insbesondere für Elektromobilität, Konnektivität und autonomes Fahren. Die Division Wire & Cable Solutions hat 2017 ihre digitale Transformation erfolgreich vorangetrieben. Im Mittelpunkt stand die Entwicklung intelligenter Kabel: Die Schlüsseltechnologie mit dem Namen LEONiQ verfolgt das Ziel, Energie- und Datenströme effizienter, sicherer und verfügbarer zu machen.

Positiver Ausblick: Weiteres Wachstum bei steigender Profitabilität

Für das laufende Geschäftsjahr erwartet Leoni einen Anstieg des Umsatzes auf mindestens 5 Mrd. Euro. Das Konzern-EBIT wird sich in einer Spanne von 215 bis 235 Mio. Euro bewegen – und damit spürbar über dem um die positiven Einmaleffekte von circa 30 Mio. Euro bereinigten Ergebnis des Jahres 2017 liegen. Aufgrund der guten Auftragslage plant Leoni für 2018 eine Investitionsquote von rund 5 Prozent vom Umsatz (ohne Fabrik der Zukunft) – ein Wert, den das Unternehmen auch mittelfristig anstrebt. Beim Free Cashflow will Leoni 2018 wiederum einen positiven Wert vor Dividende erreichen.

Aufgrund der insgesamt positiven Aussichten auf den wichtigsten Absatzmärkten und der neuen Konzernstrategie geht der Vorstand davon aus, bis 2020 beim Konzernumsatz eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate von mehr als 5 Prozent zu erreichen. Die EBIT-Marge soll im Jahr 2020 mindestens 5 Prozent betragen.

Aktuell (23.03.2018 / 09:43 Uhr) notieren die Aktien der Leonie AG im Xetra-Handel mit einem Minus von -1,54 EUR (-2,84 %) bei 52,60 EUR.


Chart: Leoni AG | Powered by GOYAX.de

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