GEA Group setzt ihren Profitabilitätskurs fort – und legt für 2025 noch eine Schippe drauf. Nach vorläufigen Zahlen erreichte der Konzern eine EBITDA-Marge vor Restrukturierungsaufwand von 16,5 Prozent. Damit liegt GEA oberhalb des zuletzt ausgegebenen Zielkorridors von 16,2 bis 16,4 Prozent.
Auch unterm Strich zahlt sich das aus: Beim Ergebnis je Aktie (EPS) erwartet GEA für 2025 einen Wert zwischen 2,60 und 2,70 Euro, nach 2,30 Euro im Vorjahr. Das ist ein Zuwachs, der zeigt, dass die höhere Marge nicht nur eine schöne Kennzahl für Präsentationen ist, sondern tatsächlich im Ergebnis der Aktionäre ankommt.
GEA Group starker Auftragseingang: Rückenwind für 2026 eingebucht
Besonders interessant für Anleger ist der Blick in die Zukunft – und der beginnt im Auftragsbuch. Im vierten Quartal 2025 lag der Auftragseingang bei 1.828 Mio. Euro. Das sind 7 Prozent mehr als die durchschnittliche Markterwartung von 1.708 Mio. Euro.
Auf Gesamtjahressicht kommt GEA damit auf ein organisches Auftragseingangswachstum von 9,1 Prozent, nach 4,6 Prozent im Vorjahr. Für ein Unternehmen, das üblicherweise im Bereich Food, Getränke, Pharma und Chemie eher langfristige Investitionszyklen bedient, ist das eine klare Ansage: Die Nachfrage nach GEA-Lösungen läuft – und speist die Umsatz- und Ergebnisentwicklung der kommenden Jahre.
CEO Stefan Klebert bringt es auf den Punkt: Der starke Auftragseingang untermauere das Ziel, im Rahmen der „Mission 30“ ein organisches Umsatzwachstum von mindestens fünf Prozent pro Jahr zu erreichen – und gleichzeitig die Margen Jahr für Jahr weiter zu steigern.
Mission 30: Wachstum plus Margen – kein Strohfeuer
Spannend ist der Blick auf die letzten vier Jahre, weil er zeigt, dass es sich bei den aktuellen Zahlen nicht um einen Einmaleffekt handelt. Zwischen 2022 und 2025 lag das durchschnittliche organische Wachstum des Auftragseingangs bei 5,5 Prozent pro Jahr. Beim organischen Umsatzwachstum waren es sogar 6,2 Prozent.
Parallel dazu hat GEA die EBITDA-Marge vor Restrukturierungsaufwand von 13,8 Prozent auf 16,5 Prozent verbessert. Das ist im klassischen Industrie- und Anlagenbau alles andere als selbstverständlich.
Für Investoren bedeutet das: GEA liefert genau das, was viele im aktuellen Umfeld suchen – moderates, aber verlässliches Wachstum, kombiniert mit einer stringenten Margenstory. Die „Mission 30“ – also mittelfristig eine EBITDA-Marge von 30 Prozent in ausgewählten Bereichen respektive eine deutliche Verbesserung der Profitabilität des Konzerns – ist damit kein Marketing-Slogan, sondern messbar hinterlegt.
GEA Group – Einordnung für Anleger: Qualitätswert mit strukturellem Rückenwind
Mit der Kombination aus
-
Margen über Plan,
-
deutlich steigenden Auftragseingängen
-
und einem wachsenden EPS
unterstreicht GEA seinen Charakter als Qualitätswert im europäischen Industrie-Segment. Die Tatsache, dass der Auftragseingang die Erwartungen deutlich übertroffen hat, verschafft dem Konzern Visibilität für 2026 und darüber hinaus.
Für Anleger, die im Industriereich eher auf Resilienz statt Hyperwachstum setzen, bleibt GEA damit interessant: Das Unternehmen zeigt, dass es seine Hausaufgaben gemacht hat – Kostenstruktur verbessert, Pricing durchgesetzt, Fokus auf margenstarke Projekte, konsequente Umsetzung der Mission 30.
Kurz gesagt: GEA ist 2025 nicht nur gut gefahren, sondern hat sich auf der Straße zu dauerhaft höherer Profitabilität festgebissen. Wer an eine Fortsetzung dieses Kurses glaubt, findet hier einen Industrie-Wert, bei dem Wachstum und Ergebnisqualität zunehmend auf einer Linie liegen.














