FORTEC Elektronik startet robust in das Geschäftsjahr 2025/26. Der Konzernumsatz steigt im ersten Quartal um rund 11 % auf 19,4 Mio. € (Vj. 17,5 Mio. €). Operativ dreht das EBIT von –0,2 Mio. € im Vorjahr auf +0,2 Mio. € – kein Feuerwerk, aber ein sauberer Richtungswechsel nach oben. Der Auftragsbestand liegt zum 30. September bei 44,3 Mio. € (30. Juni: 50,0 Mio. €) und spiegelt die saisonal schwächeren Sommermonate wider.
Stabilisierung greift: Visualisierung beruhigt sich, Power-Sparte legt zu
Vorstand Ulrich Ermel sieht die ersten Maßnahmen bestätigt: In der Datenvisualisierung stabilisieren sich Volumina, Stromversorgungen ziehen leicht an. Genau dort liegen die Hebel für Margenqualität – höhere Wertschöpfung und weniger Preisdruck als im reinen Handel. Eine harte Bewertung der Effekte erwartet FORTEC zu Jahresbeginn; bis dahin bleibt das Motto: Kurs halten, Effizienz heben.
Guidance im Sattel: „Vorjahresniveau plus“ – und klare Weichen
Trotz zäher Makrolage hält FORTEC an der Prognose fest: 80–85 Mio. € Umsatz und 0,9–2,1 Mio. € EBIT für 2025/26 – mit leicht positiver Tendenz, sofern die Rahmenbedingungen nicht weiter eskalieren. Operativ ist 2025/26 ein Übergangsjahr: Organisationsentwicklung, Neubesetzung im Vorstand, und die Strategie „Strong Together 2030“ bleiben die Leitplanken. Parallel forciert die Gruppe Marketing und Vertrieb in den USA, schärft Strukturen bei FORTEC Integrated und integriert die niederländischen Gesellschaften, um Internationalität und Skaleneffekte zu heben.
Einordnung für Anleger: Planbarer Turn – Chancen klar, Risiken benannt
Die Story ist nicht die schnelle Rallye, sondern der saubere Rebound: zweistelliges Wachstum, ein gedrehtes EBIT und ein Backlog, der trotz Sommerdelle ordentlich bleibt. Chancen liegen in der höhermargigen Systemintegration, im US-Geschäft und in Prozess-Effizienz (zweite Führungsebene, harmonisierte Abläufe). Risiken bleiben die konjunkturelle Nachfrage im Industrie-/Elektronikumfeld und die Timing-Frage bei Großaufträgen. Entscheidend wird, ob FORTEC die Stabilisierung in nachhaltige Margenhebungen übersetzt – dann ist die Spanne am oberen Ende der Guidance erreichbar.













