123fahrschule: Aus Fahrschule wird KI-Franchise – plant jetzt den großen Wurf ab 2026

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123fahrschule biegt strategisch auf eine neue Spur ab: Weg vom reinen Fahrschulbetreiber, hin zu einem KI-getriebenen Ausbildungs- und Technologieunternehmen mit skalierbarem Franchise-Modell. Ab der zweiten Jahreshälfte 2026 will die Gesellschaft ihre Plattform und KI-Lösungen nicht mehr nur im eigenen Filialnetz nutzen, sondern über Franchisepartner in den Markt tragen – asset-light, datengetrieben und mit klarer Skalierungsstory.

Für Anleger ist das ein klarer Strategiewechsel: Aus einer kapitalintensiven Fahrschulstruktur soll ein Plattformmodell mit wiederkehrenden, margenstarken Erlösen werden.

Ein 3-Milliarden-Markt, der seit Jahren auf Digitalisierung wartet

Die klassische Führerscheinausbildung ist ein Schwergewicht: Rund 3 Mrd. Euro Marktvolumen in Deutschland – gleichzeitig aber einer der ineffizientesten Ausbildungsbereiche überhaupt. Der Markt ist kleinteilig, technologisch rückständig, die Kosten steigen, und der politische Druck, Ausbildung schneller und günstiger zu machen, nimmt zu.

Genau hier setzt die 123fahrschule an und schärft ihr Profil als KI-getriebene Ausbildungsplattform. Das System verknüpft Theorie, Simulatortraining und praktische Fahrstunden und wertet sämtliche Lernschritte datenbasiert aus.

Künstliche Intelligenz erkennt typische Fehler, Lernmuster und Defizite frühzeitig, passt Inhalte an und soll dadurch Durchlaufzeiten und Gesamtkosten der Ausbildung reduzieren. Wenn das Modell in der Fläche funktioniert, entsteht ein klarer Hebel: mehr Schüler pro Fahrschulkapazität, bessere Planbarkeit, höhere Auslastung – und am Ende ein klarer Wettbewerbsvorteil im Preiskampf.

Zugleich steht eine gesetzliche Weiterentwicklung der Führerscheinausbildung an: Digitale Lernformen, Simulatoren und KI-Ansätze sollen künftig stärker berücksichtigt werden. Die 123fahrschule positioniert sich damit bewusst als Frühstarter in einem sich ändernden Regulierungsrahmen – ein Punkt, der mittelfristig zum echten Moat werden kann.

Franchise ab 2026: Von der Fahrschulkette zur Plattform-Story

Der eigentliche Gamechanger für die Equity Story ist das angekündigte Franchise-Modell ab H2 2026. Die Logik dahinter:

Nicht mehr überall Flotten, Filialen und Fahrlehrer im eigenen Risiko aufbauen, sondern bestehende Fahrschulen auf die 123fahrschule-Plattform ziehen – inklusive KI-gestützter Ausbildung, Standards, IT, Marketing und Prozessen.

Der deutsche Fahrschulmarkt ist stark fragmentiert und altert: Viele Inhaber stehen vor Nachfolgefragen und steigendem Kostendruck. Gleichzeitig wachsen die Anforderungen: digitale Tools, Plattformanbindung, kostenseitiger Druck bei Fahrzeugen und Personal.

Genau hier setzt 123fahrschule an:

  • Franchisenehmer bringen lokale Präsenz und Kapazitäten ein,

  • 123fahrschule liefert Marke, Plattform, KI, Prozesse,

  • und partizipiert über Gebühren und Umsatzbeteiligungen.

Für Investoren entsteht damit ein skalierbares, kapitalarmes Modell mit potenziell wiederkehrenden Erlösstrukturen, während die Balance-Sheet-Last (Autos, Immobilien, Fixkosten) im Idealfall relativ langsamer wächst als der Umsatz. Wenn die Franchise-Rolle funktioniert, kann sich die Bewertung vom klassischen „Bildungsbetrieb“ hin zur Tech- und Plattformbewertung verschieben.

Neue Führungsstruktur: Retail- und Franchise-Experte rückt nach vorn

Damit der Umbau nicht in PowerPoint stecken bleibt, stellt die 123fahrschule auch personell um.

Der bisherige Leiter Operations, Marc Nölle, steigt in die Geschäftsführung der 123fahrschule Holding GmbH auf. Er verantwortet künftig das operative Eigengeschäft und vor allem den Aufbau und die Skalierung des Franchisegeschäfts. Sein Hintergrund: Retail und Franchise in internationalen Markenstrukturen, u. a. bei Villeroy & Boch sowie PVH (Tommy Hilfiger & Calvin Klein) – also genau das Profil, das man für Rollout, Standardisierung und Partnermanagement braucht.

Gründer Boris Polenske bleibt das strategische Gesicht der Gruppe und fokussiert sich auf die KI-basierte Ausbildungs-, Analyse- und Plattformtechnologie – die langfristige Werttreiber-Schicht der Story.

Sein Anspruch formuliert er klar:

„Der Führerschein der Zukunft muss günstiger, schneller und somit zeitgemäßer werden. (…) Meine oberste Prämisse ist es, die Zukunft der Fahrschule selbst zu entwickeln.“

Aus Anlegersicht bedeutet das: Der CEO denkt deutlich über das klassische Fahrschulgeschäft hinaus – die Aktie hängt künftig noch stärker an der Frage, ob 123fahrschule zur Standardplattform im deutschsprachigen Fahrschulmarkt werden kann.

Finanzierung offen – Kapitalmarkt rückt wieder stärker in den Fokus

Eine Plattform- und Franchise-Expansion wächst nicht zum Nulltarif. Die Gesellschaft kündigt offen an, Finanzierungsoptionen – inklusive einer möglichen Kapitalmarkttransaktion – zu prüfen.

Das kann vieles bedeuten: klassische Kapitalerhöhung, Wandelinstrumente oder eine Kombination mit Fremdkapital. Noch wurden weder Zeitpunkt noch Konditionen beschlossen. Für Aktionäre ist klar:

  • Chance: Kapitalaufstockung kann Wachstum, Technologie und Franchise-Rollout beschleunigen und die Position als Marktführer festigen.

  • Risiko: Je nach Struktur droht Verwässerung, wenn das Wachstum nicht schnell genug in steigende Profitabilität übersetzt wird.

Spannend wird daher der Blick auf die Zahlen:
Am 4. Februar 2026 will 123fahrschule vorläufige, ungeprüfte Zahlen für 2025 sowie einen Ausblick auf 2026 vorlegen. Am 11. Februar 2026 folgt ein Investor Roundtable gemeinsam mit NuWays, bei dem Management und Strategie vertieft erläutert werden. Wer die Aktie im Portfolio hat oder auf die KI-Franchise-Story spekuliert, wird sich diese Termine im Kalender markieren.

Fazit: Vom Fahrschulbetreiber zur KI-Plattform – jetzt muss geliefert werden

Die Neupositionierung der 123fahrschule folgt einer klaren Logik:

  • riesiger, veralteter Markt,

  • regulatorischer Rückenwind für digitale Lernformen,

  • skalierbare KI-Technologie,

  • und ab 2026 ein asset-light Franchise-Modell mit potenziell wiederkehrenden Einnahmen.

Für Anleger entsteht damit eine interessante, aber klare Execution-Story: Gelingt es, genügend Franchisepartner zu gewinnen, die Plattform wirtschaftlich zu betreiben und gleichzeitig Technologie und Marke weiter auszubauen, kann die Bewertung deutlich nach oben hebeln.

Scheitert die Umsetzung oder wird die Kapitalmaßnahme zu schwer verdaulich, droht die Story eher zu einer Umbaubaustelle zu werden, bei der der Kapitalmarkt Geduld einfordert.

Fest steht: Mit der klaren KI- und Franchise-Fokussierung hat 123fahrschule die nächste Entwicklungsstufe gezündet – jetzt entscheidet die Umsetzung, ob aus der „Fahrschul-Aktie“ eine echte KI-Ausbildungsplattform wird.

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