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Das Specialty-Pharma-Unternehmen PAION AG (ISIN: DE000A0B65S3) gibt heute die Konzern-Finanzergebnisse gemäß International Financial Reporting Standards (IFRS) für die ersten neun Monate 2017 bekannt.

Wie ist die Lage?

Die Umsatzerlöse in den ersten neun Monaten 2017 beliefen sich auf TEUR 5.097 im Vergleich zu TEUR 2.230 in der Vorjahresperiode und resultierten vornehmlich aus der von Cosmo im Vorjahr erhaltenen Upfrontzahlung im Rahmen der 2016 abgeschlossenen Lizenzvereinbarung für Remimazolam.

Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung in den ersten neun Monaten 2017 beliefen sich auf TEUR 13.528 und betreffen im Wesentlichen das klinische Entwicklungsprogamm für Remimazolam in den USA. Der Rückgang um TEUR 2.903 gegenüber dem Vorjahreszeitraum resultiert vornehmlich aus einerseits niedrigeren Kosten für Phase-III-Studien und andererseits höheren Kosten für Phase-I-Studien.

Die Aufwendungen für allgemeine Verwaltung und Vertrieb reduzierten sich im Vergleich zur Vorjahresperiode in den ersten neun Monaten 2017 um TEUR 1.395 auf TEUR 2.795. Dabei haben sich die Verwaltungsaufwendungen um TEUR 919 auf TEUR 2.252 und die Vertriebsaufwendungen um TEUR 476 auf TEUR 543 verringert. Die in der Vorjahresperiode höheren Verwaltungsaufwendungen resultierten vornehmlich aus der Vorbereitung potentieller, letztlich nicht durchgeführter Kapitalmaßnahmen, während die in der Vorjahresperiode erfassten Vertriebsaufwendungen wesentliche Anbahnungskosten für Lizenzvereinbarungen enthielten, die in den ersten neun Monaten 2017 nicht angefallen sind.

Der Steuerertrag in den ersten neun Monaten 2017 belief sich auf TEUR 2.786 (Vorjahreszeitraum: TEUR 3.430) und betrifft im Wesentlichen die steuerliche Förderung durch Steuergutschriften auf Teile der Forschungs- und Entwicklungskosten durch die britischen Finanzbehörden. Der Rückgang ist vornehmlich auf niedrigere Forschungs- und Entwicklungskosten zurückzuführen.

Der Periodenfehlbetrag in den ersten neun Monaten 2017 belief sich auf TEUR 8.508 gegenüber einem Periodenfehlbetrag von TEUR 16.061 im Vorjahreszeitraum. Dies entspricht einem Rückgang des Periodenfehlbetrags um TEUR 7.553 gegenüber dem Vorjahreszeitraum, der vornehmlich aus höheren Umsatzerlösen und niedrigeren Aufwendungen für Forschung und Entwicklung im Vergleich zum Vorjahreszeitraum resultiert.


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Der Finanzmittelbestand betrug zum 30. September 2017 TEUR 29.559, was einem Rückgang um TEUR 552 im Vergleich zum 31. Dezember 2016 entspricht.

Der Rückgang des Finanzmittelbestands geht im Wesentlichen auf den Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von TEUR -13.002 und den Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von TEUR 12.494 zurück. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit resultiert vornehmlich aus dem Periodenfehlbetrag (TEUR 8.508) und der im Juni 2017 erhaltenen Steuerzahlung der britischen Finanzbehörden in Höhe von TEUR 4.597, korrigiert um den aktuellen Steuererstattungsanspruch gegen die britischen Finanzbehörden in Höhe von TEUR 2.805, der noch nicht zahlungswirksam geworden ist, sowie die aus der von Cosmo erhaltenen Upfrontzahlung realisierten Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 5.073, die bereits 2016 zahlungswirksam waren. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit resultiert primär aus der im Februar 2017 durchgeführten Bezugsrechtskapitalerhöhung sowie der im Juli 2017 durchgeführten Kapitalerhöhung unter Ausschluss des Bezugsrechts für Aktionäre.

Die wesentlichen Risiken und Chancen der künftigen Entwicklung sind im Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2016 ausführlich dargestellt und haben sich in den ersten neun Monaten 2017 nicht wesentlich verändert.

Ausblick

PAION bestätigt den am 09. August 2017 mit der Veröffentlichung des Halbjahresberichtes 2017 bekanntgegebenen Ausblick. Für das laufende Geschäftsjahr. 2017 erwartet PAION Umsatzerlöse in Höhe von ca. EUR 5,8 Mio. Diese resultieren im Wesentlichen aus der im Juli 2016 von Cosmo im Rahmen des US-Lizenzvertrags für Remimazolam erhaltenen Upfrontzahlung in Höhe von EUR 10 Mio., von der im Vorjahr bereits EUR 4,3 Mio. als Umsatzerlöse realisiert wurden. Die verbleibenden EUR 5,7 Mio. der Upfrontzahlung werden in Abhängigkeit bestimmter Entwicklungsfortschritte voraussichtlich im Jahr 2017 als Umsatzerlöse ausgewiesen werden. Weitere Lizenzvereinbarungen oder Meilensteinzahlungen aus den bestehenden Lizenzverträgen sind im Finanzausblick 2017 nicht enthalten.

Die Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen werden im Geschäftsjahr 2017 aufgrund der fortwährenden Investitionen in die Entwicklung von Remimazolam zwischen ca. EUR 18 Mio. und ca. EUR 20 Mio. betragen, abhängig vom Fortschritt der Entwicklung. Steuergutschriften auf Teile der Forschungs- und Entwicklungskosten aufgrund der steuerlichen Förderung durch die britischen Finanzbehörden werden zu einem Steuerertrag von ca. EUR 4 Mio. führen. Die Verwaltungs- und Vertriebsaufwendungen werden sich auf ca. EUR 4 Mio. belaufen. Es wird ein Jahresfehlbetrag zwischen ca. EUR 12 Mio. und ca. EUR 14 Mio. erwartet, eine Verringerung gegenüber dem Vorjahr (2016: EUR 20,1 Mio.).

Wesentliche Annahme für den Ausblick ist, dass die Entwicklungsaktivitäten in den USA wie erwartet fortschreiten. Anderenfalls würden sich Kostenblöcke ins Jahr 2018 verschieben. Ferner liegt den Kostenplanungen der derzeitige Stand der Gespräche mit der Zulassungsbehörde FDA zu Grunde. Durch zusätzliche Anforderungen der FDA könnten höhere Kosten als geplant anfallen und sich der Zulassungstermin verschieben.

Auf Basis der aktuellen Planung geht PAION davon aus, dass der Finanzmittelbestand von EUR 29,6 Mio. zum 30. September 2017 PAION in die Lage versetzt, alle verbleibenden Entwicklungsaktivitäten in der Indikation Kurzsedierung in den USA vollständig abzuschließen. Im Anschluss daran erwartet PAION in Abhängigkeit der Erreichung bestimmter regulatorischer Meilensteine in den USA weitere Zahlungen von Cosmo sowie umsatzabhängige Lizenzzahlungen im Falle der Marktzulassung. Für die Durchführung eines Phase-III-Entwicklungsprogramms in der EU sind bis zur Einreichung des Zulassungsantrags Finanzmittel in Höhe von ca. EUR 25 Mio. erforderlich, vorbehaltlich weiterer Abstimmungen mit der Zulassungsbehörde. In einem ersten Schritt wurden im Rahmen der im Juli 2017 durchgeführten Kapitalerhöhung bereits Mittel in Höhe von EUR 8 Mio. eingenommen.

Aktuell (08.11.2017 / 09:54 Uhr) notieren die Aktien der Paion AG im Xetra-Handel mit einem Minus von -0,04 EUR (-1,42 %) bei 2,71 EUR.


Chart: Paion AG | Powered by GOYAX.de

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