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Die AlzChem AG ist auf dem Weg an die Börse und will im Zuge des IPOs durch eine Kapitalerhöhung einen Bruttoemissionserlös von 40 Mio. EUR bis 54 Mio. EUR erzielen.

Einen Großteil des Erlöses will AlzChem in den Bau einer weiteren Produktionsanlage für das Kernprodukt CreAMINO am Hauptstandort in Trostberg (Bayern) investieren. Das restliche Geld aus dem Börsengang soll in den Ausbau der bestehenden Produktionsanlagen für das Nahrungsergänzungsmittel Creapure fließen.


AlzChem strebt Streubesitz von mehr als 50 Prozent an

Der Spezialchemie-Anbieter hatte am 16. Januar 2017 angekündigt, das IPO im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse durchführen zu wollen. Elf Tage später (27. Januar) legte der Konzern die Preisspanne des Börsengangs zwischen 20 EUR und 27 EUR je Aktie fest.

Aus einer Kapitalerhöhung bietet AlzChem 2.000.000 neue Aktien an, die im Falle einer Vollplatzierung zu 20 EUR je Aktie Einnahmen von 40 Mio. EUR einbringen werden. Sollten alle neuen Aktien zum Preis von 27 EUR ausgegeben werden können, betrüge der Erlös aus der Kapitalerhöhung 54 Mio. EUR.

Darüber hinaus ist vorgesehen, dass  die Altaktionäre, die Family Offices LIVIA Capital Partners GmbH (48,16%), HDI Vier CE GmbH (28,48%) und four two na GmbH (21,36%) weitere 6.129.000 Aktien aus ihrem Bestand verkaufen. Davon werden 739.000 Aktien im Rahmen einer Mehrzuteilungs-Option (Greenshoe) angeboten.

Das gesamte Volumen des Börsengangs könnte bei vollständiger Platzierung aller angebotenen Aktien nebst Greenshoe-Option somit zwischen 162,58 Mio. EUR und 219,48 Mio. EUR liegen.

Demnach könnte der Streubesitzanteil von AlzChem nach dem IPO zwischen 56,8% und 62,5% (inkl. Greenshoe) liegen. Das Unternehmen teilte in der letzten Meldung ferner mit, dass man den Platzierungspreis und die Zahl der platzierten Aktien voraussichtlich am nächsten Mittwoch (8. Februar) bekannt gibt. Zwei Tage später (10. Februar) sollen die Aktien dann in den Handel an der Frankfurter Wertpapierbörse gehen.


Deutliche Ergebnisverbesserung für 2016 erwartet

Schaut man auf den Umsatz und das Ergebnis in den vergangenen Jahren, so zeigt sich in den Jahren von 2013 bis 2015 eine moderate Entwicklung. Der Umsatz stieg von 294,4 Mio. EUR (2013) um +9,58% auf 322,6 Mio. EUR. Das EBITDA verschlechterte sich im selben Zeitraum von 33,6 Mio. EUR um -1,19% auf 33,2 Mio. EUR.

Für 2016 nun, sehen die Erwartungen mit einem deutlich positiver aus: Zwar rechnet man beim Umsatz wiederum „nur“ mit einem Anstieg um +1,43% auf 327,2 Mio. EUR, doch beim EBITDA prognostiziert man eine Verbesserung um +16,27% auf 38,6 Mio. EUR. Darin enthalten sind sogar bereits die einmaligen Kosten für den Börsengang in Höhe von 6,3 Mio. EUR. Das bedeutet, bereinigt darum soll das EBITDA gar auf 44,9 Mio. EUR steigen und somit gegenüber dem Vorjahr ein positive Entwicklung von +35,24% aufweisen.


Fokus liegt auf Specialty-Chemicals-Sparte 

Operativ ist AlzChem mit seinen Tochtergesellschaften und seinen rund 1.480 Mitarbeitern in den Bereichen „Specialty Chemicals“, „Basics & Intermediates“ und „Other & Holding“ tätig.

Auf das Kernsegment „Specialty Chemicals entfielen in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2016 Umsätze in Höhe von 128 Mio. EUR, das entspricht einem Anteil am Gesamtumsatz von 51,1%. Die umsatzstärkste Sparte des Spezialchemie-Unternehmens umfasst die Herstellung und den Vertrieb von hochwertigen Produkten für unterschiedliche Endmärkte.

AlzChem vertreibt z.B. unter der Marke CreAMINO einen Futtermittelzusatzstoff an Agrarbetriebe mit Tierhaltung. Das Produkt führt laut Unternehmen zu einer verbesserten Futtermittelverwertung und senkt damit die Kosten für Tierbetriebe.

Weiterhin vertreibt AlzChem unter den Marken Creapure, Dormex und BioSELECT weitere spezialchemische Erzeugnisse. Creapure ist im Bereich der Nahrungsergänzungsmittel hinsichtlich einer Steigerung der körperlichen Leistungsfähigkeit sowie als unterstützendes Mittel zum Muskelaufbau positioniert.

Dormex wird für die gezielte Steuerung des Knospensprungs z.B. bei Obstbäumen und –sträuchern eingesetzt. Dies soll die Koordination des Erntezeitpunkts aller behandelter Pflanzen ermöglichen und darüber hinaus eine Erhöhung der Knospenanzahl pro Pflanze herbeiführen.

Mit den Produkten der Marke BiOSELECT richtet sich AlzChem vornehmlich an die BioTech-, Diagnostik- und Pharmaindustrie. So sind die hochreinen Guanidinsalze wichtiger Bestandteil von Produktionsprozessen innerhalb dieser Branchen.


Investitionen in den Produktionsausbau von CreAMINO und Creapure geplant

Mindestens 35 Mio. EUR der avisierten Nettoeinnahmen will AlzChem in den Bau einer weiteren Produktionsanlage für CreAMINO investieren. Mit diesem Schritt will man den künftigen Wachstumsaussichten des Kernprodukts gerecht werden.

CreAMINO hatte bereits in den Jahren 2013 bis 2015 jährliche Umsatz-Wachstumsraten von durchschnittlich rund 59%. Das durchschnittliche Jahreswachstum des globalen Markts für CreAMINO wird laut AlzChem bis 2020 auf rund 31,7% geschätzt. Bis dahin soll das Umsatzvolumen auf 98,8 Mio. EUR anwachsen.

Zuletzt hatte AlzChem von der Food and Drug Administration (FDA) zudem die Freigabe für die Verwendung von CreAMINO für Hähnchen und Truthähne in den USA erteilt. Ziel ist es, weitere Zulassungen für weitere Tierarten und Länder zu erreichen.

Neben dieser Hauptverwendung der zufließenden Gelder aus dem Börsengang will AlzChem aber auch in den Ausbau der Produktionsanlagen für das Nahrungsergänzungsmittel Creapure investieren. Wie viel Kapital am Ende für dieses Ziel übrig bleibt, wird sich Mitte nächster Woche zeigen. Creapure wies in den Jahren 2013 bis 2015 einen jährlichen Umsatz-Zuwachs von durchschnittlich ca. +11% auf.

 

Mit Material von AlzChem AG

 

UPDATE – AlzChem hat am 7. Februar mitgeteilt, das man den Börsengang auf unbestimmte Zeit verschiebt. Lesen Sie hier weiter.

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