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Die Aumann AG (ISIN: DE000A2DAM03), eine Tochter der im SDAX notierten MBB SE (ISIN: DE000WACK012), hat seinen Börsengang für den 24. März 2017 geplant.

Vor einer Woche hatte das Unternehmen aus Beelen (Nordrhein-Westfalen) angekündigt, das IPO durchführen zu wollen. Dabei strebt Aumann eine Notiz im Prime Standard der Wertpapierbörse Frankfurt an.

Der Zeitpunkt – das kann man jetzt schon sagen – ist zweifelsohne sehr gut gewählt. Denn der Hersteller von Spezialmaschinen und automatisierten Fertigungslinien hat sich zunehmend auf das aktuell akute Zukunftsthema Elektromobilität (E-mobility) fokussiert.

Aumann könnte nicht nur aufgrund seiner innovativen Produkte im Bereich der E-mobility vom künftig starken Marktwachstum profitieren, sondern vor allem auch durch die bereits bestehenden langjährigen Kundenbeziehungen zur Automobilindustrie. Neben den führenden Automobilherstellern wie VW, BMW, Daimler und General Motors gehören auch wichtige Zulieferer wie Bosch und Continental zum Kundenstamm. 


Aumann kann bis zu 64,5 Mio. EUR für sich einnehmen

Im Zuge des IPOs werden inklusive Mehrzuteilung (Greenshoe-Option) insgesamt 5,2 Mio. Aktien in einer Preisspanne von 35 EUR bis 43 EUR angeboten. Die Zeichnungsfrist läuft seit dem 13. März und endet zum 23 März 2017. Sollten alle angebotenen Aktien gezeichnet werden, ergäbe sich somit ein Bruttoemissionserlös zwischen 182 Mio. EUR bis 223,6 Mio. EUR.

Dem Unternehmen selbst würden jedoch nur die Erlöse der angebotenen 1,5 Mio. Aktien aus der Kapitalerhöhung zufließen. Dies entspricht einem Bruttoemissionserlös zwischen 52,5 Mio. EUR und 64,5 Mio. EUR.

Wie Aumann angekündigt hat, sollen die Einnahmen dafür verwendet werden, um den Kapazitätsaufbau, insbesondere im Geschäftsbereich E-mobility, zu finanzieren. Das Unternehmen stellt Maschinen und Produktionsanlagen zur Herstellung von Elektromotoren für E-Autos und E-Bikes sowie zur Herstellung von automobilen Energiespeichersystemen, Hybridmodulen und kompletten elektrischen Antriebssträngen her.


MBB nimmt durch IPO bis zu 181,86 Mio. EUR ein

Die MBB, die vor dem Börsengang einen Anteil von 93,5% an Aumann hält, bietet regulär 3,5 Mio. seiner Aktien an. Darüber hinaus werden im Rahmen der Mehrzuteilung weitere 729.300 Aktien durch die Muttergesellschaft bereitgestellt.

Die MBB könnte also alles in allem zwischen 148,03 Mio. EUR und 181,86 Mio. EUR durch das IPO der Tochter einnehmen. Man würde dann nach dem Börsengang mit einem Anteil von 53,6% nach wie vor die Mehrheit an Aumann halten.   

Neben MBB ist derzeit zudem noch Ingo Wojtynia, ehemaliger Eigentümer von Aumann, Aktionär. Er hält 6,5% am angehenden Börsendebütanten. Ingo Wojtynia wird regulär 200.000 seiner Aktien sowie 50.700 Aktien im Rahmen der Mehrzuteilung anbieten. Das bedeutet, dass er bei voller Ausübung der Greenshoe-Option somit einen Gesamtbruttoerlös zwischen 8,78 Mio. EUR und 10,78 Mio. EUR erwarten darf.

 

MBB SE
Chart: MBB SE | Powered by GOYAX.de
 

Aumann mit Umsatzwachstum und verbesserter Profitabilität in 2016

Aumann hat mit seinen rund 600 Mitarbeitern in 2016 einen Umsatz von 156 Mio. EUR erzielt. Im Vorjahr waren es mit 93,4 Mio. EUR deutlich weniger.

Allerdings ist der Umsatzzuwachs von über +67% zum großen Teil Akquisitionen geschuldet, die im November 2015 getätigt wurden. Diese wurden daher für das Gesamtjahr 2015 noch nicht voll konsolidiert. Nimmt man diesen Effekt heraus, zeigt sich dennoch eine klar positive Umsatzentwicklung: Das organische Wachstum (Like-for-Like) betrug in 2016 dann immer noch +28,2%.

Auf Ergebnisseite verbesserte Aumann im abgelaufenen Geschäftsjahr das EBIT von 10,19 Mio. EUR (2015) um mehr als +81% auf 18,45 Mio. EUR. Like-for-Like erhöhte Aumann das EBIT um +61%. Dabei lag die EBIT-Marge mit 11,8% über der des Vorjahres (2015: 10,9%). Der konsolidierte Nettogewinn stieg derweil von 6,92 Mio. EUR (2015) um +84,83% auf 12,79 Mio. EUR.

Schaut man hier einmal auf die Zahlen von MBB aus 2016, so wird schnell klar, welchen Stellenwert die Tochter für das SDAX-Unternehmen hat: MBB erwirtschaftete im letzten Jahr einen Umsatz von 332 Mio. EUR. Das heißt, dass ein großer Teil der Umsatzerlöse auf das operative Geschäft von Aumann zurückgeht.  

Für MBB ist das aktuell sicherlich erfreulich, denn das vergangene Jahr scheint keine Eintagsfliege für Aumann gewesen zu sein. Das zeigt jedenfalls der vom Wachstum geprägte Start ins neue Geschäftsjahr: So erzielte Aumann auf Grundlage von ungeprüften Zahlen bis Ende Februar 2017 einen Umsatz von 32,89 Mio. EUR.

Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies ein Plus von +63,68%. Im Januar und Februar des letzten Jahres hatte man nämlich mit 20,1 Mio. EUR noch 12,8 Mio. EUR weniger umgesetzt. Dazu zeigt sich das Geschäft von Aumann weiterhin zunehmend profitabel: Das EBIT lag mit 4,14 Mio. EUR um +90% über dem Vorjahreswert.


E-mobility-Sparte ist Wachstumstreiber

Der dynamisch wachsende Bereich E-mobility trug in 2016 bereits mit 27,2% zum Gesamtumsatz der Aumann-Gruppe bei. Das sind umgerechnet über 42 Mio. EUR.

Dabei zeigt sich der Geschäftsbereich außerdem sehr profitabel: Das EBIT vervielfachte sich von 1,59 Mio. EUR (2015) auf 7,25 Mio. EUR in 2016. Die EBIT-Marge lag hier im letzten Jahr bei 17,1%, während diese für die übrigen Bereiche (Classic) lediglich bei 9,2% lag.

Auch im Vergleich der ersten beiden Monate 2017 zeigt sich der Geschäftsbereich E-mobility zunehmend wichtiger für das Geschäft von Aumann: Der Umsatzanteil stieg in den ersten zwei Monaten des laufenden Jahres auf 28% (9,21 Mio. EUR). Darüber hinaus verbesserte sich erneut die Profitabilität in diesem Kernsegment: Die EBIT-Marge stieg auf nunmehr 18%.

 

Mit Material von MBB SE und Aumann AG

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