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Die Aixtron SE (ISIN: DE000A0WMPJ6) hat gestern Abend nach Xetra-Handelsschluss mit einer negativen Meldung aus China Anleger enttäuscht.

Das Unternehmen teilte mit, dass der bis dahin noch in der Schwebe befindliche Großauftrag mit San’an Optoelectronics Co., Ltd. im gegenseitigem Einverständnis aufgehoben wurde. Als Reaktion darauf rauschte die Aktie außerbörslich deutlich ins Minus und schloss auf Tradegate -18,71% unter dem Xetra-Schlusskurs von 7 EUR.

Und der Kater von dieser Meldung ist bei den Anlegern auch einen Tag später nicht verflogen, sondern noch viel heftiger. Heute Morgen kam es zu einer starken Verkaufswelle, die den Kurs zwischenzeitlich unter die 4 EUR-Marke drückte.


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Einigung über Auftragsstopp mit San’an Optoelectronics schockt die Börse

Bereits im Verlaufe des Jahres hatten die Verzögerungen beim Auftrag mit dem chinesischen Kunden San’an Optoelectronics immer wieder auf den Kurs der Aktie von Aixtron gedrückt.

Die Frage, wann und ob der im September letzten Jahres verkündete Großauftrag über die Lieferung von insgesamt 50 Showerhead-MOCVD-Anlagen des Typs AIX R6 endlich über die Bühne geht, beschäftigte Anleger und Analysten gleichermaßen.

Nun hat man Gewissheit. Aixtron und San’an Optoelectronics haben sich darauf geeinigt, dass die Lieferung der noch 47 ausstehenden Anlagen storniert wird. Damit bleibt von dem Big-Deal für Aixtron unterm Strich nur der Verkauf von drei bereits gelieferten Anlagen.

Aixtron gab in der Meldung als Begründung für das Platzen des Rest-Auftrags an, dass die „Qualifikationsanforderungen des Kunden“ nicht erreicht werden konnten. Makulatur ist das die weitere Aussage, dass man die bisherige Partnerschaft für künftige Anlagengenerationen und andere Anwendungsbereiche fortführen will.


Umsatz-Prognose für 2015 jetzt am unteren Ende der Spanne erwartet

Aixtron hatte seine Umsatz-Prognose erst Mitte Oktober von 220 Mio. EUR bis 250 Mio. EUR auf 190 Mio. EUR bis 200 Mio. EUR deutlich gesenkt. Nun geht man beim Anlagenbauer für die Halbleiterindustrie von einem Umsatz von etwa 190 Mio. EUR aus, und befindet sich damit am unteren Ende der im Oktober reduzierten Erwartungen. Beim EBITDA hält man immerhin weiterhin daran fest, den Break-even zu erreichen.

Den Großauftrag mit San’an Optoelectronics hatte man bereits aus der diesjährigen Prognose herausgerechnet, aber für das kommende Jahr wurde er sicherlich eingeplant. Der Auftrag war unter Anlegern auf jeden Fall ein wichtiger Baustein für das nächste Jahr. Aixtron selbst geht für 2016 nunmehr übrigens von einem Umsatz in gleicher Höhe wie in 2015 aus.


Der Morgen danach – Aktie bricht um über 40% ein

Bereits gestern Abend im nachbörslichen Handel deutete sich an, dass die Hiobsbotschaft aus der Zentrale in Herzogenrath an der Börse ein mächtiges Donnerwetter nach sich zieht. Um knapp 19% brach die Aktie zusammen.

Doch heute Morgen kam es richtig Dicke. In der ersten Viertelstunde verlor die Aktie gegenüber dem gestrigen Schlusskurs auf Xetra zeitweise über 43%. Bis auf 3,97 EUR stürzte das Papier ab. Aktuell notiert die Aktie immerhin wieder auf 4,26 EUR, liegt damit aber dennoch -39% im Minus.

Dabei sah es in Sachen Kursverlauf zuletzt bei Aixtron alles andere als schlecht aus. Seit Mitte Oktober ging es wieder aufwärts. Da waren die positiven Q3-Zahlen und ein Umsatzanstieg von 35% gegenüber dem Vorquartal, die dem Turnaround der Aktie weiteren Treibstoff gaben. Und auch die Prognosen für den LED-Markt hellten sich wieder auf. So kletterte die Aktie munter weiter hoch.

Von Kursen um die 5 EUR ging es bis Ende November in wenigen Wochen auf 7,55 EUR. Das waren 50%, die Anleger hier mitnehmen konnten. Und nicht nur die waren überzeugt, dass es nun so weitergeht, auch die Analysten signalisierten mit ihren neuen Kurszielen, dass für Aixtron nun wieder bessere Tage kommen könnten.

Die Analysten von Barclays Capital und Kepler Cheuvreux hoben ihre Kursziele von 5 EUR auf 10 EUR bzw. von 5,50 EUR auf 9 EUR sehr kräftig an. Nach der jüngsten Meldung dürften sie allerdings nun erneut Korrekturen der Kursziele vornehmen.

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Noch immer stehen deutsche Nebenwerte weitestgehend im Schatten der sogenannten 30 Blue Chips aus dem DAX, dem deutschen Leitindex. Doch so mancher Wert aus dem DAX kam ja einst aus der zweiten und dritten Reihe und war somit selbst einmal ein Mid-cap oder Small-Cap. SDAX, TECDAX und MDAX sind daher sozusagen die Wiege des DAX.

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