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Die Aixtron SE (ISIN: DE000A0WMPJ6) hat in den ersten sechs Monaten des Jahres im Vergleich zum Vorjahreszeitraum deutlich weniger Umsatz generiert.

Anleger reagierten auf die schlechten Zahlen jedoch nicht mit einem Abverkauf. Dies liegt vor allem an dem ausstehenden öffentlichen Übernahmeangebot eines chinesischen Investors.


Umsatz bricht um über -30% ein

Der deutliche Umsatzrückgang wurde jedoch im Vorfeld auch bereits erwartet. Die Einnahmen fielen von 80,7 Mio. EUR (1. HJ 2015) um -31,23% auf 55,5 Mio. EUR. Dafür verantwortlich ist nach wie vor die Zurückhaltung vieler Hersteller bei Kapazitätserweiterungen. Das Bruttoergebnis fiel mit 10 Mio. EUR ebenfalls niedriger aus als im ersten Halbjahr 2015 (12,4 Mio. EUR) Demgegenüber konnte Aixtron jedoch die Bruttomarge um +3% auf nunmehr 18% steigern.

Demgegenüber verbesserten sich das EBIT und das Nettoergebnis des führenden Anbieters von Beschichtungsanlagen für die Halbleiterindustrie leicht. Das EBIT fiel mit -25,9 Mio. EUR um +3% besser aus, während der Fehlbetrag beim Nettoergebnis von -27,6 Mio. EUR um +3,62% auf -26,6 Mio. EUR verbessert werden konnte. Der Auftragseingang blieb mit 95,5 Mio. EUR unter dem Vorjahreswert (1. HJ 20105: 101,4 Mio. EUR), war im Vergleich von Q1 und Q2 jedoch von 44,4 Mio. EUR (Q1 2016) auf 51,1 Mio. EUR (Q2 2016) gestiegen. Ähnlich sieht das beim Auftragsbestand aus: Hier lag dieser am Ende des Q2 bei 86,2 Mio. EUR. Im Q2 2015 betrug dieser noch 91,2 Mio. EUR. Im Vergleich zum Q1 2016 (67,7 Mio. EUR) stieg dieser um +27,33%.


Umsatzanstieg im 2. Halbjahr erwartet – Prognose wird bestätigt

Der Vorstand bestätigte auf Basis der Zahlen die Prognose für 2016 und geht nach dem schwachen Start ins Jahr in der zweiten Hälfte von einem deutlichen Umsatzwachstum aus. Eine Belebung des Geschäfts sei auch schon im Vergleich von Q2 und Q1 festzustellen gewesen.

Auf das Jahr gesehen soll ein Umsatz zwischen 170 Mio. EUR und 200 Mio. EUR erreicht werden, während ein auf Ergebnisseite eine leichte Verbesserung im Vergleich zum Vorjahr erwartet wird.


Vorstand und Aufsichtsrat empfehlen Annahme des Übernahmeangebots

Darüber hinaus haben Vorstand und Aufsichtsrat seinen Aktionären nochmals empfohlen, das Übernahmeangebot der Grand Chip Investment GmbH (GCI) anzunehmen. Die Tochter des chinesischen Investors Fujian Grand Chip Investment Fund LP hatte Ende Mai bereits angekündigt, Aixtron übernehmen zu wollen.

GCI bietet den Aktionären von Aixtron 6 EUR je Aktie. Damit wird Aixtron mit rund 670 Mio. EUR bewertet. Die Übernahme steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch die Aufsichtsbehörden und ist zudem abhängig davon, ob die Mindestannahmeschwelle von 60% erreicht wird.


Aktie weiter 5% unter dem Angebotspreis

Die Aktie von Aixtron notiert aktuell bei 5,65 EUR und bewegt sich damit weiter rund 5% unterhalb des Angebotspreises von GCI von 6 EUR. Anleger, die im Februar dieses Jahres beim Tief von 2,91 EUR gekauft haben, konnten inzwischen somit nahezu eine Verdopplung verzeichnen.

Bis zur Übernahme-Ankündigung am 23. Mai stieg der Kurs bereits bis 4,39 EUR und legte somit +50,86% in etwas über drei Monaten zu. Mit der Meldung von GCI sprang der Kurs dann an einem Handelstag nochmals um +27,56% in die Höhe. In der Spitze stieg das Papier im Juni bis auf 5,81 EUR.

Die meisten Analysten orientieren sich seit der Bekanntgabe der beabsichtigten Übernahme mit ihren Kurszielen am Angebotspreis von 6 EUR. Allerdings haben nur zwei von zwölf Analysten, welche die Aktie seit Mai bewerteten, diese auch zum Kauf empfohlen. 

 


Chart: Aixtron SE | Powered by GOYAX.de

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