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Seitdem Ende des vergangenen Jahres der Steinhoff-Konzern (ISIN: NL0011375019) mit einem Bilanzskandal Schlagzeilen gemacht hat, konnten die Aktionäre täglich zusehen, wie der Börsenwerte ihres Investments in den Keller rauschte.

Konnte die Aktie am 18.08.2016 noch einen Kurs von 6,13 Euro vorweisen, dümpelt diese aktuell um die Marke von 0,08 Euro herum und bleibt damit auf dem Niveau vom Allzeit-Tief. Somit verloren viele Anleger ihr Geld und noch viel schlimmer, sie wurden getäuscht. Sie vertrauten auf die Aussagen und den Ausführungen der Konzernführung, dass jedoch die Bilanzen des Konzerns über Jahre geschönt worden sind und ein undurchsichtiges Firmengeflecht bestand, hielt wohl keiner für möglich. Erst als im Dezember 2017 sich die Wirtschaftsprüfer weigerten, die Bilanz anzuerkennen, kam der Skandal ans Licht und in der Folge wurden immer weitere Details bekannt. Einige halten diesen Skandal sogar für den größten dieser Art seit Jahrzehnten.

Evotec-Exklusivinterview: "Wir wollen für 2018 „3X30“ erreichen"

Aktuell profitiert Steinhoff von einer Schonfrist seiner Gläubiger bis zum 30. Juni, doch was passiert dann? Geht dann das Licht aus? Folgt eine komplette Zerschlagung des Konzerns?

Nichts Genaues weiß man. Auch diese unglückliche und teilweise dilettantische  Unternehmenskommunikation trägt zum Unmut bei Investoren bei. So hat zum Beispiel die Ratingagentur Moody´s hat sämtliche Bonitätsnoten für Steinhoff International Holdings zurückgezogen. Begründet wurde dies damit, dass man über keine ausreichenden Informationen aus dem Unternehmen verfügen würde.

Karstadt-Eigner René Benko übernimmt Steinhoff-Tochter

Rene Benko, Karstadt-Eigentümer und Investor, übernimmt die österreichische Steinhoff-Tochter Kika/Leiner. Dadurch kann eine Insolvenz des zweitgrößten österreichischen Möbelhändlers verhindert werden und der stark angeschlagene Mutterkonzern Steinhoff kann sich wohl über eine dreistellige Millionensumme freuen. Details wurden am Donnerstagabend zunächst nicht bekannt gegeben. Aus Verhandlungskreisen war jedoch zu erfahren, dass Benko über seine Signa-Gruppe knapp 450 Millionen Euro geboten haben soll soll. Dies war den Großgläubigern wohl nicht genug und so legte man schließlich nochmal nach und konnte sich auf knapp 500 Millionen Euro einigen. Die Signa Retail, die Handelssparte des Signa-Imperiums, hat somit nicht nur den Zuschlag für die Immobilien des Möbelhändlers in Österreich und Osteuropa erhalten, sondern wird auch den operativen Betrieb des Traditionshauses fortführen.

Aktuell (15.06.2018 / 09:21 Uhr) notieren die Aktien der Steinhoff International Holdings im Frankfurter-Handel mit einem Plus von +0,00 EUR (+0,36 %) bei 0,083 EUR.


Chart: Steinhoff International Holdings N.V. | Powered by GOYAX.de

Weitere Informationen

  • ISIN: NL0011375019

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Das Nebenwerte Magazin richtet seinen Fokus auf die Welt der deutschen Nebenwerte und hat sich zum Ziel gesetzt, Mid-Caps und Small-Caps aus Deutschland mehr in den Blickpunkt zu rücken.

Noch immer stehen deutsche Nebenwerte weitestgehend im Schatten der sogenannten 30 Blue Chips aus dem DAX, dem deutschen Leitindex. Doch so mancher Wert aus dem DAX kam ja einst aus der zweiten und dritten Reihe und war somit selbst einmal ein Mid-cap oder Small-Cap. SDAX, TECDAX und MDAX sind daher sozusagen die Wiege des DAX.

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