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Deutschland geht es wirtschaftlich hervorragend und die Bürger merken dies am ehesten an den seit Jahren explodierenden Baulandpreisen und Mieten.

Und das ist eine schier unglaubliche Entwicklung, denn vor zehn Jahren begannen die Immobilienpreise weltweit abzustürzen, als die Immobilienblase in den USA platzte. In ihrer Folge gerieten reihenweise Häuslebauer in Zahlungsschwierigkeiten und auch die kreditgebenden Banken rutschten in existenzbedrohende Nöte. Am Ende mussten es die Staaten richten über Garantien und Geldspritzen. Und während sich die Banken in den USA inzwischen vollständig erholt haben von der Krise und wieder Milliardengewinne schreiben, siecht die Branche in Europa weiter vor sich hin und versucht noch immer, sich zu stabilisieren. Ganz anders der Immobilienmarkt...

Seit mehr als fünf Jahren erleben wir in Deutschland eine Immobilienhausse. Zunächst kam viel Geld aus den südlichen Eurostaaten Griechenland, Italien und Spanien, weil die dortigen Regierungen aufgrund ihrer eigenen Finanzprobleme unter dem Druck des Euro-Rettungsschirms massiv Steuern erhöhten und Vermögen belasteten. Und die ausländischen Euros suchten nicht zuerst Rendite, sondern vor allem Sicherheit. Die gab und gibt es in Deutschland, dem stabilsten und wirtschaftlich stärksten Land der Europäischen Union. Aber auch aus Russland floss viel Geld in deutsches Betongold und die Preise schnellten in die Höhe.

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Ein weiterer Schlüsselfaktor für den Immobilienboom ist die seit Jahren verfolgte Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank, die Geldanlage auf Spar- und Terminkonten äußerst unattraktiv macht. Auf der Suche nach Rendite haben Anleger daher eigentlich nur die Wahl zwischen Aktien und Immobilien. Und die Deutschen sind kein Volk der Aktien, der Traum vom mietfreien Wohnen im Alter ist nach wie vor fest in unseren Köpfen verankert. Und dank des wirtschaftlichen Booms und der niedrigen Zinsen können sich immer mehr Menschen ein Eigenheim leisten. Auch das treibt die Preise. Jedenfalls in den Ballungszentren, denn der grundlegende Trend hinein in die Städte und weg vom Land ist ungebrochen. Und er beschleunigt sich noch. Mit der Folge, dass Bauland immer knapper wird und Mietwohnungen immer teurer.

Des Weiteren gibt es eine Begleiterscheinung, die man nicht außer Acht lassen sollte. Denn der Bauboom stößt nicht nur aufgrund fehlender Flächen an seine Grenzen, sondern auch aufgrund fehlenden Personals. Im Handwerk sind kaum noch Leute zu bekommen, keine Auszubildenden, keine Gesellen, keine Meister. Handwerken ist körperlich anstrengend und dass es goldenen Boden hat, wurde der nachwachsenden Generation wohl nicht vermittelt. Handwerk ist nicht (mehr) sexy. Und so kommen viele Bauträger in die Bredouille, dass sie zwar fertig geplante und genehmigte Bauprojekte haben, aber niemanden, der sie realisiert.

Tja, Pech für Egon, könnte man sagen. Führt aber dazu, dass auch Privatleute lange auf Handwerkertermine warten müssen, ebenso Wohnungsvermieter. Und alle diese genannten Entwicklungen spielen den Baummärkten in die Karten.

Eigenleistungen liegen im Trend

Denn Eigenleistungen liegen im Trend. Wer sich ein neues Eigenheim zulegt, kann durch Eigenleistungen seine Finanzierungskosten erheblich senken. Und auch diejenigen, die ihre Wohnung gemietet haben, setzen bei steigendem Einkommen nicht selten auf eine Verschönerung der eigenen Wohnsituation. In den meisten Fällen erfolgt der Umzug aus einer Mietwohnung in eine andere Mietwohnung und so gibt es gleich doppelt zu tun. Denn die alte Wohnung muss ein wenig aufgehübscht werden, zumindest mit Farbe. Und die neue Wohnung soll ja der neue Lebensmittelpunkt werden, da fließt viel Energie in neue Bodenbeläge, neue Küchenzeilen, neue Tapeten.


 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Chart: Hornbach Holding AG & Co. KGaA | Powered by GOYAX.de

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Michael C. Kissig | iNTELLiGENT iNVESTiERENMichael C. Kissig studierte nach Abschluss seiner Bankausbildung Volks- und Rechtswissenschaften und ist heute als Unternehmensberater und Investor tätig. Neben seinem Value-Investing-Blog „iNTELLiGENT iNVESTiEREN“ verfasst er zudem regelmäßig eine Kolumne für das „Aktien Magazin“.

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