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Die Aktie von ElringKlinger AG (ISIN: DE0007856023) ist heute nach der Mitteilung über einen Großauftrag des Zulieferers Brose bei Anlegern gefragt. Sie steigt bis zum Mittag um mehr als +6% auf 20,76 EUR.

Mit der heutigen Meldung dürfte nun eine Trendwende einsetzen, insbesondere weil künftig wohl keine weiteren Belastungen mehr durch außerplanmäßige Sonderschichten, Sonderfrachten und durch das Anmieten zusätzlicher Lagerhallen anfallen.


Großauftrag von Brose bringt Aktie wieder über die 20 EUR-Marke

Der heute vermeldete Großauftrag und der damit einhergehende Kursanstieg auf über 20 EUR war Balsam auf die Seele der Aktionäre von ElringKlinger.

Der Spezialist für effiziente Antriebssysteme und Leichtbaulösungen für die Automobil-Industrie hat  mit dem Serienauftrag des deutschen Zulieferers und strategischen Partners Brose ein positives Zeichen setzen können. Das Auftragsvolumen von über 100 Mio. EUR mit einer Laufzeit bis 2024 kommt bei Anlegern offensichtlich sehr gut an.

ElringKlinger wird im Rahmen des erteilten Auftrags Türmodul-Träger aus Organoblechen herstellen und liefern, die anschließend in die Kompaktklasse eines globalen Automobilherstellers verbaut werden sollen. Organobleche sind äußerst stabile Faserverbundwerkstoffe, die durch ihr geringeres Gewicht zur Verbrauchs- und Emissionsreduzierung von Fahrzeugen beitragen.

Ende 2017 soll die europäische Produktion in Ungarn starten, 2018 sollen dann Mexiko und China folgen. Das Unternehmen kündigte dazu an, die Standorte in Ungarn und Mexiko zu diesem Zweck ausbauen zu wollen, in China soll ein gänzlich neuer Standort entstehen.

Für das Papier des Automobilzulieferers aus Dettingen/Erms könnte es nicht nur kurzfristig, sondern auch mittel- bis langfristig endlich wieder bergauf gehen. In den letzten 16 Monaten war der Kurs der Elringklinger-Aktie von 32 EUR kommend (05. Februar 2015) bis Ende 2015 um über -27% gefallen. Seither gab die Aktie im laufenden Jahr noch einmal knapp -17% nach.


Sonderausgaben durch Auftragsflut haben Ergebnis stark belastet

Grund für diese wenig erfreuliche Entwicklung des Aktienkurses im letzten Jahr waren vor allem die hohen Mehrkosten von rund 34 Mio. EUR, die im Zuge der stark angestiegenen Auftragseingänge anfielen. Hier sorgten notwendige Sonderschichten und Sonderfrachten für höhere Kosten. Zudem mussten man zusätzliche Lagerhallen anmieten.

Daraus resultieren stieg der Umsatz in 2015 um +13,53% auf 1,51 Mrd. EUR (2014: 1,33 Mrd. EUR), dennoch erzielte ElringKlinger mit 135,2 Mio. EUR ein um -12,21% schlechteres EBIT und mit 95,8 Mio. EUR einen um -13,38% rückläufigen Gewinn.

Auch im Q1 2016 belastete die Situation im Zusammenhang mit der Auftragsflut noch das Ergebnis mit rund 7 Mio. EUR. Hinzu kamen darüber hinaus noch Rückstellungen von 2,5 Mio. EUR für den ausgeschiedenen Vorstand Karl Schmauder.

Laut Vorstandschef Stefan Wolf soll sich die Lage ab dem zweiten Quartal verbessern: „Wir haben das Thema gelöst“, so die Aussage von Wolf Ende März. Das bedeutet wohl, dass ElringKlinger von nun an wieder mit besseren Zahlen auf der Ergebnisseite aufwarten dürfte. Dies sollte den Aktienkurs in den kommenden Monaten wieder Stück für Stück Richtung 30 EUR-Marke bringen.

 


Chart: ElringKlinger AG | Powered by GOYAX.de

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