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Die Stabilus S.A. (ISIN: LU1066226637) hat gestern die vorläufigen Zahlen aus November bestätigt. Der Spezialist für elektromechanische Antriebe (Powerise), Gasfedern und Dämpfer erzielte laut veröffentlichtem Geschäftsbericht einen Rekordumsatz.

Um ganze 20,5% wuchs der Umsatz im Geschäftsjahr 2014/2015 an. Und auch die Aktie kletterte nach der Korrektur im Sommer Ende November wieder deutlich nach oben. Vom Tief im August ging es in der Spitze über +35% aufwärts.
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Starkes Wachstum in NAFTA und bei Powerise-Systemen

Stabilus hat im abgelaufenen Geschäftsjahr, das im September endete, mit 144 Mio. (Vorjahr: 138 Mio.) verkauften Gasfedern und Dämpfern sowie 3,2 Mio. (2,2 Mio.) verkauften Powerise-Systemen das Verkaufsergebnis des Vorjahres deutlich übertroffen.

Entsprechend fiel auch der Umsatz mit 611,3 Mio. EUR (507,3 Mio. EUR), das bereinigte EBIT mit 76,2 Mio. (65,1 Mio. EUR) und der Gewinn mit 17 Mio. EUR (10 Mio. EUR) signifikant besser aus.

Die Sparte Automotive blieb mit einem Umsatz von 434,2 Mio. EUR (340,8 Mio. EUR) wichtigste Umsatzquelle, gefolgt von den Bereichen Industrial mit 149,3 Mio. EUR (142,3 Mio. EUR) und Swivel Chair (Drehstühle) mit 27,7 Mio. EUR (24,2 Mio. EUR). Dabei sprang vor allem das Wachstum bei Powerise-Systemen ins Auge: Das Automotive-Segment wies einen Zuwachs von +62,9% auf und trug am Ende allein 139,8 Mio. EUR (85,8 Mio. EUR) zum Umsatz bei. Dies entspricht einem Anteil am Gesamtumsatz von 22,87%, im letzten Jahr waren es noch 16,91%.

Weiterhin zeigt ein Blick in den Geschäftsbericht, dass Europa zwar mit 308,5 Mio. EUR (267,3 Mio. EUR) nach wie vor umsatzstärkste Region von Stabilus bleibt, doch die Region NAFTA (USA/Kanada/Mexiko) hat in 2014/2015 klar aufgeholt. 229,3 Mio. EUR (176,8 Mio. EUR) setzte das Unternehmen dort um und damit 29,7% mehr als im Vorjahr. Umsatzschwächste Region bleibt derweil Asia/Pacific und Rest oft world mit kumulierten 73,5 Mio. EUR (63,2 Mio. EUR) Umsatz.


Neue Anwendungsgebiete bieten zusätzliches Potenzial

Stabilus hat in seiner Wachstumsstrategie vor allem einen Schwerpunkt auf den Aspekt möglicher neuer Anwendungsmöglichkeiten von eigenen Technologien gelegt. Bereits heute haben sie eine Vielzahl an Verwendungen innerhalb der Industrie.

Doch hält auch weiterhin Ausschau: So können Stabilus-Dämpfer beispielsweise künftig in sonnenfolgenden Solarmodulen von Solarparks eingesetzt werden. Hier benötigt man sehr robuste und zuverlässige Technik.

Und auch für das Powerise-System, welches bisher ausschließlich für das automatische Öffnen und Schließen von Heckklappen verwendet wurde, konnte der Zulieferer die Technologie erstmals außerhalb dieser Anwendungsumgebung nutzen. Der US-Elektroautomobil-Hersteller Tesla verwendet die Powerise-Technologie für die Flügeltüren des neuen Tesla Model X.


Verzicht auf Dividende kommt nicht gut an

Nach Veröffentlichung der Zahlen Ende November zog die Aktie deutlich an. Von 33 EUR ging es bis letzte Woche Donnerstag rauf bis auf 39 EUR. Das waren über 18%.

Doch mit Veröffentlichung der endgültigen Zahlen am gestrigen Montag teilte man seitens Stabilus ferner mit, dass Vorstand und Aufsichtsrat sich dazu entschieden haben, der Hauptversammlung keine Dividende vorzuschlagen. Begründet wurde diese Entscheidung damit, dass der Ausschüttungsbetrag von wenigen Cent je Aktie und der mit der Ausschüttung anfallenden Kosten in keinem sinnvollen Verhältnis steht. Statt einer Dividendenausschüttung wolle man nun die dafür vorgesehenen Mittel wertsteigernd reinvestieren.

Darüber hinaus hat der Vorstand von Stabilus klargestellt, dass ein Umsatzwachstum wie es im abgelaufenen Jahr erzielt wurde, sich in 2016 nicht wiederholen lassen wird. Man gehe aber davon aus, dass man den Umsatz im nächsten Jahr um im Branchenvergleich starke 8% werde steigern können. Angestrebt sind ein Umsatz von 660 Mio. EUR und eine bereinigte EBIT-Marge zwischen 12% und 13%.

Die Aktie gab seit gestern wieder deutlich nach. Sie verlor im gestrigen und heutigen Handel bisher -4,18% zum Schlusskurs von letzten Freitag.

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Noch immer stehen deutsche Nebenwerte weitestgehend im Schatten der sogenannten 30 Blue Chips aus dem DAX, dem deutschen Leitindex. Doch so mancher Wert aus dem DAX kam ja einst aus der zweiten und dritten Reihe und war somit selbst einmal ein Mid-cap oder Small-Cap. SDAX, TECDAX und MDAX sind daher sozusagen die Wiege des DAX.

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