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Die Wincor Nixdorf AG (ISIN: DE000A0CAYB2) hat sich mit dem US-Konkurrenten Diebold Inc. über die wesentlichen Eckdaten der avisierten Übernahme geeinigt.

Der Paderborner Kassen- und Geldautomaten-Spezialist gab heute in einer Ad-hoc-Meldung bekannt, dass eine entsprechende Zusammenschlussvereinbarung unterzeichnet wurde. Die Aktie von Wincor Nixdorf sprang daraufhin um 5,12% auf 48,15 EUR. Aber auch die Aktie von Diebold schloss im gestrigen Handel an der NYSE mit einem Plus von 3,53% bei 37,51 USD.


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Angebotsfrist soll im ersten Quartal 2016 starten

Zwischen Diebold und Wincor Nixdorf sind die wichtigsten Details bezüglich der bevorstehenden Zusammenführung im Rahmen einer freundlichen Übernahme seitens Diebold geklärt.

Wie im Oktober bereits angekündigt, wird das Angebot von Diebold an die Aktionäre von Wincor Nixdorf in Bar und in Form von Diebold-Aktien ausfallen. Der US-Konzern will für eine Aktie des MDAX-Unternehmens 38,98 EUR in Bar und 0,434 Diebold-Aktien zahlen.
Inklusive Nettoverschuldung wird die angepeilte Transaktion somit mit rund 1,8 Mrd. USD (1,7 Mrd. EUR) bewertet.

Laut Meldung entspricht der in Bargeld und Aktien unterbreitete Angebotspreis einem Wert von 52,50 EUR je Wincor Nixdorf-Aktie. Dieser zusammengefasste Preis basiert allerdings auf dem volumengewichteten Durchschnittskurs der Diebold-Aktien in den fünf Handelstagen vor dem Stichtag 17. Oktober, dem Tag als die Übernahmepläne erstmals bekannt gemacht wurden. Dieser Durchschnittskurs lag demnach bei 31,15 EUR. Aktuell notiert die Aktie von Diebold in Frankfurt bei 32,72 EUR, also rund 5% höher.

Wie gut das Angebot an die Wincor Nixdorf Aktionäre letztendlich ausfällt, hängt zu einem Anteil von etwa einem Viertel von der Angebots-Komponente „Diebold-Aktie“ ab. Notiert sie über den berechneten Durchschnittskurs von 31,15 EUR, so fällt das Angebot besser als die angegebenen 52,50 EUR aus, notiert sie drunter, so fällt es schlechter aus.

Noch ist die Übernahme aber nicht beschlossene Sache, auch wenn die zwei Unternehmen sich einig sind. Denn die Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch die zuständigen Behörden sowie unter der Voraussetzung, dass die Mindestannahmeschwelle von etwa 67,6% aller bestehenden Aktien von Wincor Nixdorf erreicht wird. Sollten diese beiden letzten Hürden auch noch genommen werden, so hat Diebold angekündigt, die Angebotsfrist im Q1 2016 starten zu lassen.


Wincor Nixdorf baut weltweit 1.100 Stellen ab

Bereits vor zwei Wochen hat Wincor Nixdorf im Rahmen der Restrukturierung und des damit verbundenen Sparprogramms außerdem bekannt gegeben, dass man insgesamt 1.100 Stellen weltweit abbauen wird.

Etwa 500 Stellen sollen dabei bis September 2018 in Deutschland gestrichen werden, mehrere hunderte am Hauptsitz in Paderborn. Wincor Nixdorf beschäftigt dort knapp 2.000 Mitarbeiter.

Betroffen vom Stellenabbau dürfte vor allem der Bereich der rückläufigen Gerätefertigung sein. Die Paderborner wollen ihr Geschäft zukünftig schwerpunktmäßig auf Software- und Dienstleistungsangebote aufbauen. Hier soll es im gleichen Zuge zu Neueinstellungen, insbesondere in den Dienstleistungscentern in Polen und Tschechien, kommen.


Wincor Nixdorf-Aktie legt weiter zu

Seit Anfang Oktober hat die Aktie von Wincor Nixdorf durch die Übernahme-Spekulationen deutlich zugelegt. Am 2. Oktober notierten die Anteilsscheine zum Xetra-Schluss bei 33,15 EUR. Im Verlauf des letzten Monats, vor allem nach Bekanntwerden der Übernahmepläne seitens Diebold sprang die Aktie bis Anfang November auf 47,10 EUR. Ein Plus von 42% in einem Monat. (Artikel vom 19. Oktober: Wincor Nixdorf im Übernahmefieber)

Nachdem das Papier in der vergangenen Woche wieder auf ein Kursniveau von 43,40 EUR konsolidierte erhielt sie nun erneut Zündstoff, um weiter Richtung des berechneten Angebotspreises von 52,50 EUR zu steigen.

Aktuell notiert die Aktie im heutigen Handel mit 5,12% im Plus. Sie markierte dabei mit 48,15 EUR ein neues 52-Wochenhoch. Die Diebold-Aktie notiert hingegen derzeit in Frankfurt mit 2,94% im Minus.

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Noch immer stehen deutsche Nebenwerte weitestgehend im Schatten der sogenannten 30 Blue Chips aus dem DAX, dem deutschen Leitindex. Doch so mancher Wert aus dem DAX kam ja einst aus der zweiten und dritten Reihe und war somit selbst einmal ein Mid-cap oder Small-Cap. SDAX, TECDAX und MDAX sind daher sozusagen die Wiege des DAX.

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