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Ruhig ist es aktuell um die Steinhoff International Holdings N.V. (ISIN: NL0011375019) geworden. Für Aktionäre mag dies vielleicht ein Augenblick sein,

in dem man durchatmen und das geschehene rekapitulieren lassen kann. Denn viele Anleger stehen nach dem massiven Kurseinbruch von Anfang Dezember, vor einem Scherbenhaufen. Der Aktienkurs musste zwischenzeitlich Verluste von über 90 Prozent verzeichnen und brach von 3,375 EUR auf 0,248 EUR im Tief ein.

Denn Anfang Dezember 2017 machten ja bekanntlich erste Gerüchte um mutmaßliche Bilanzfälschungen ihre Runde und seitdem war bzw. ist man eines der Top-Themen im Finanzbereich.

Diese Aufmerksamkeit und den Absturz des Kurses auf Pennystock-Niveau nutzen wohl viele auch für ein „Glücksspiel“. Anders sind wohl die rasanten Kurssprünge und das ungeheure Volumen an manchen Tagen nicht zu erklären. So konnte der Aktienkurs in der ersten Jahreswoche von 0,34 EUR auf 0,597 EUR zulegen, was ein Kursplus von knapp 75% ausmachte. In dieser Woche dümpelt die Steinhoff-Aktie unter der 0,40 EUR Marke und wartet wohl auf die nächsten News aus dem Hause Steinhoff.

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Zurzeit hält sich die Konzernführung mit Informationen zurück. Die letzten Informationen sind von Anfang Januar. Hier gab man bekannt, dass man vorerst weiter mit der Unterstützung und der Zusammenarbeit mit den globalen Bank- und Finanzierungspartner rechnen kann, dies ist das Ergebnis des bereits kommunizierten Treffens vom 19. Dezember 2017 in London. Auch konnte am 21. Dezember 2017 mit südafrikanischen Kreditgebern vorerst Einigung erzielt werden.

Liquidität durch sparen erhöhen

Wenngleich es dem Steinhoff-Konzern gelungen ist, im operativen Geschäft eine gewisse Stabilisierung zu erreichen, ist in einigen Geschäftsbereichen weiterhin eine erhebliche kurzfristige Zuführung von Liquidität erforderlich.

So fängt man auch das gute alte sparen an. Wie bekannt wurde, stellte man mit sofortiger Wirkung das Sponsoring der Rugby-Nationalmannschaften von Süd-Afrika ein. "Wir wurden von Steinhoff über ihre Überlegungen informiert und haben ihre Absicht bestätigt, sich mit sofortiger Wirkung von ihrem Sponsoring für das Sevens Rugby zurückzuziehen", sagte Jurie Roux, CEO von SA Rugby. Wie hoch diese Einsparungen sind, wurde nicht genannt.

Management gibt drei vorrangige Ziele aus

Vorrangiges Ziel von Vorstand und Aufsichtsrat wird und muss es nun sein, den Konzern nach den Ereignissen des vergangenen Jahres zu stabilisieren. Hierzu sind vom Management drei klare Ziele ausgegeben worden, auf die die volle Konzentration gerichtet wird.

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  • Als erstes soll die Erhaltung und Beschaffung von Liquidität, die Stabilisierung der relevanten operativen Geschäfte sowie der bestehende Wert von Vermögenswerten aufrechterhalten werden.
  • Dann soll die Fertigstellung des geprüften konsolidierten Jahresabschlusses 2017 abgeschlossen und die Korrektur und Anpassung von vorherigen Jahren abgeschlossen werden.
  • Zu guter Letzt soll und muss die unabhängige forensische Untersuchung von Unregelmäßigkeiten bei der Rechnungsführung durch PwC dringend abgeschlossen werden

Die Steinhoff-Aktie bleibt weiterhin eine sehr hochspekulative Angelegenheit. Den hohen Chancen die diese Situation bietet, stehen hohe Risiken, bis hin zum Totalverlust entgegen. Es bleibt also weiterhin spannend und wir erwarten weitere interessante Nachrichten.

Aktuell (16.01.2018 / 12:27 Uhr) notieren die Aktien Steinhoff International Holdings N.V. im Xetra-Handel mit einem Minus von -0,00 EUR (-0,48 %) bei 0,391 EUR.


Chart: Steinhoff International Holdings N.V. | Powered by GOYAX.de

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  • ISIN: NL0011375019

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Das Nebenwerte Magazin richtet seinen Fokus auf die Welt der deutschen Nebenwerte und hat sich zum Ziel gesetzt, Mid-Caps und Small-Caps aus Deutschland mehr in den Blickpunkt zu rücken.

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