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Nach einer aufregenden ersten Woche scheint sich wieder eine gewisse Normalität bei Steinhoff International Holdings N.V. (ISIN: NL0011375019) eingestellt zu haben.

Nachdem man im Dezember 2016 die Erstnotierung von der Börse Johannesburg nach Frankfurt verlegt hat, erhoffte man sich damals, dadurch mehr Aufmerksamkeit bei Investoren verschaffen zu können. So jedenfalls der Plan. Das dieser Plan aufgeht, war natürlich das erklärte Ziel. Nur was der Steinhoff-Konzern dann im Dezember 2017 an Aufmerksamkeit auf sich gezogen hat, war wohl so nicht geplant.

Denn Anfang Dezember 2017 machten ja bekanntlich erste Gerüchte um mutmaßliche Bilanzfälschungen ihre Runde und seitdem war bzw. ist man eines der Top-Themen im Finanzbereich.

Diese Aufmerksamkeit und den Absturz des Kurses auf Pennystock-Niveau nutzen wohl viele für ein Glücksspiel. Anders sind wohl die rasanten Kurssprünge und das ungeheure Volumen an manchen Tagen nicht zu erklären. So konnte der Aktienkurs in der ersten Jahreswoche von 0,34 EUR auf 0,597 EUR zulegen, was ein Kursplus von knapp 75% ausmacht. In dieser Woche muss die Steinhoff-Aktie aktuell schon wieder leichte Verluste hinnehmen und notiert aktuell bei 0,480 EUR. Was wiederrum ein Minus zur Vorwoche von fast 20% ausmacht.

Diese Möglichkeit der Zockerei lockt wohl etliche Börsianer in diesen Wert, um das ein oder andere Prozent an Rendite einzufahren.

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Trotz der zum Teil schlechten Nachrichten und der weiß Gott nicht guten Ausgangslage, konnte es Steinhoff bisher vermeiden, Insolvenz anzumelden.

Vorerst kann Steinhoff wohl mit der weiteren Unterstützung und der Zusammenarbeit mit den globalen Bank- und Finanzierungspartner rechnen, dies ist das Ergebnis des bereits kommunizierten Treffens vom 19. Dezember 2017 in London. Auch konnte am 21. Dezember 2017 mit südafrikanischen Kreditgebern vorerst Einigung erzielt werden.

Denn durch das Einfrieren von Krediten durch die Banken war die finanzielle Lage mehr als angespannt und man musste sich komplett auf das operative Geschäft verlassen, um stetig weitere Einnahmen zu erzielen. Doch gerade hier, beim Liquiditätsmanagement, wurde dem Management durch PwC eine inkompetente Führung attestiert, was bestimmt nicht gerade positiv von Banken und Investoren aufgenommen wurde.

Im Zuge dessen und wohl auch auf Druck von Kreditgebern und anderen Finanzdienstleistern, wurde die Stärkung des Vorstands durch die Ernennung von Danie van der Merwe zum amtierenden Chief Executive Officer (CEO), sowie die Nominierungen von Alexandre Nodale als stellvertretendem CEO und Louis Du Preez als Commercial Director vorgenommen. Hierzu berichteten wir bereits ausführlich.

Zurzeit bleibt es also völlig offen, wie der Fall Steinhoff ausgeht. Was sicher ist, der Konzern hat ein massives Problem. Wie groß dieses ist, kann keiner genau abschätzen, da die Informationen nur Häppchenweise veröffentlichet werden.

Moody´s, eine der größten Ratingagenturen, hat deshalb schon reagiert. So wurde der Steinhoff International Holdings NV sowie der Steinhoff Investment Holdings Ltd. das Emittentenrating B1 entzogen und stattdessen wird nun ein Konzernrating von Caa1 vergeben. Somit sehen die Experten wohl ein gewisses Risiko bei Steinhoff.

Aktuell (09.01.2018 / 11:29 Uhr) notieren die Aktien Steinhoff International Holdings N.V. im Xetra-Handel mit einem Minus von -0,05 EUR (-10,03 %) bei 0,480 EUR.


Chart: Steinhoff International Holdings N.V. | Powered by GOYAX.de

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  • ISIN: NL0011375019

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