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Der MDAX legte in 2016 zum Ende hin doch noch +6,81% zu. Mit dem schnellen Anstieg im Dezember holte der kleine Bruder des DAX somit gerade noch die Eisen aus dem Feuer.

Ende November lag die Performance des zweitwichtigsten Aktienindex in Deutschland nämlich noch bei mehr oder weniger Plusminusnull. Überhaupt zeigte sich das zurückliegende Jahr im Rückblick recht durchwachsen: So rutschte der MDAX im eingetrübten Börsenumfeld zu Beginn des Jahres 2016 bis Mitte Februar von 20.775 Punkte zunächst kräftig bis auf das 52-Wochentief bei 17.434 Punkte ab. Damit lag der deutsche Midcap-Index binnen weniger Wochen mit -16,08% im Minus. Bis Anfang/Mitte Juni folgte dann eine stete Erholung, die den Index wieder bis auf 20.892 Punkte hochbrachte.

Im Zuge der Brexit-Entscheidung ging es im Sommer allerdings noch einmal kurz bis auf 18.920 Punkte runter, bevor der MDAX in den anschließenden Monaten bis Ende Oktober wieder auf über 21.000 Punkte anstieg. Erst die Wahl Trumps zum US-Präsidenten sorgte zwei Monate vor Ende des Jahres erneut für schlechte Stimmung, so dass der MDAX bis Anfang Dezember wieder beim Kursniveau von Ende 2015 bei rund 20.500 Punkten notierte. Im Dezember legte der MDAX mit der Jahresendrallye noch einmal +6,29% zu, so dass das Börsenjahr auch für den deutschen Midcap-Index letztendlich noch ganz versöhnlich auslief.

 

MDAX
Chart: MDAX | Powered by GOYAX.de
 

Dennoch bedeutete es am Ende des Jahres, dass MDAX (+6,81%) im Vergleich mit dem deutschen Leitindex  DAX (+6,87%) schlechter abschnitt. Das sah in 2015 noch ganz anders aus: Da hatte der MDAX mit +22,67% gegenüber dem DAX (+9,56%) noch ganz klar die Nase vorn.

Wie das schlechtere Abschneiden zustande kommen konnte, wird ersichtlich, wenn man sich die Performance der Einzelwerte des MDAX genauer anschaut: In 2015 waren es gerade neun Unternehmen, die das Börsenjahr an der Börse mit einer negativen Performance beendeten. In 2016 hingegen waren es mit 25 exakt die Hälfte der MDAX-Aktien, die Verluste hinnehmen mussten.

Mit innogy und Uniper, die erst im Herbst 2016 an die Börse gingen und nach kurzer Zeit bereits in den MDAX aufstiegen, fielen zwei Unternehmen aus der Jahresbewertung heraus, so dass letztendlich die Aktien von 23 MDAX-Werten mit einer positiven Performance aufwarten konnten, in 2015 schafften dies noch 39.


Best-Index-Performer: Covestro-Aktie legt in 2016 über 93 Prozent zu

Zu den Gewinnern gehörte diesmal allen voran die Covestro AG (ISIN: DE0006062144). Die Aktie schaffte es im ersten vollen Börsenjahr direkt auf den MDAX-Performance-Thron. Die Kunststoffsparte von Bayer, die erst in 2015 an die Börse ging, erzielte binnen zwölf Monaten einen Kursgewinn von +93,79%.

 

Covestro AG
Chart: Covestro AG | Powered by GOYAX.de
 

Auf Platz zwei der Jahreswertung kam Hochtief AG (ISIN: DE0006070006) mit einem Plus von +54,94%. Bereits ein Jahr zuvor hatte das Essener Unternehmen an der Börse einen Kursgewinn von +46,74% einfahren können.

Erfreulich stellte sich das Jahr diesmal auch für die Aktionäre von Salzgitter AG (ISIN: DE0006202005) dar: Der Stahl-Konzern gehörte in 2015 noch zu den wenigen Werten, die ein Minus verzeichneten. Im letzten Jahr aber sorgte ein Plus von +47,63% für Platz drei. Allerdings mit nur minimalem Vorsprung vor Lanxess AG (ISIN: DE0005470405), deren Aktie mit +46,09% nur knapp dahinter auf Platz vier lag. Den fünften Rang mit bereits deutlich mehr Abstand belegte Stada Arzneimittel AG (ISIN: DE0007251803) mit +31,72%.

 


Worst-Index-Performer: Ströer erholt sich nur langsam von Short-Attacke

Am Index-Ende hingegen findet sich die Ströer SE & Co KGaA (ISIN: DE0007493991) mit einem Minus von -27,97% wieder. In 2015 belegte das Papier von Ströer noch mit einem Plus von +134% selbst den ersten Platz in der MDAX-Rangliste.

 

Ströer SE & Co. KGaA
Chart: Ströer SE & Co. KGaA | Powered by GOYAX.de
 

Während 2015 kurstechnisch nahezu perfekt lief, gab es in 2016 einige Kurskapriolen. Zwar war der Kurs bereits Ende 2015 vom Hoch bei 63,40 EUR bis Anfang April auf 56 EUR abgebröckelt (-11,67%). Doch dann ereignete sich Mitte/Ende April ein außergewöhnliches Ereignis: Ein veröffentlichter Bericht von Muddy Waters Capital zur Ströer-Aktie und eine entsprechende Short-Attacke des Hedgefonds ließ das Papier in kürzester Zeit auf Schlusskursbasis bis auf 44 EUR fallen. In der Folge konnte die Aktie sich nicht mehr so recht von dem Abwärtstrend befreien. Erst Anfang Dezember beim Dreimonatstief bei 35,14 EUR drehte der Kurs wieder  und ist seither wieder im Anstieg.

Neben Ströer zählte erneut auch wieder das Modeunternehmen Hugo Boss AG (ISIN: DE000A1PHFF7) zu den großen Verlierern im MDAX. Während Hugo Boss in 2015 mit -24,68% ebenfalls auf dem vorletzten Rang  landete, waren die Verluste in 2016 mit -24,11% fast genauso groß.

Nicht viel besser schnitten Krones AG (ISIN: DE0006335003) mit einem Minus von -21,21%, die Norma Group SE (ISIN: DE000A1H8BV3) mit -20,72% und die Deutsche Pfandbriefbank AG (ISIN: DE0008019001) mit -18,57% ab.

 


MDAX legt auf 10-Jahressicht knapp +136% zu

Wenngleich der MDAX im letzten Jahr nun nicht zweistellig performen konnte, so ist der deutsche Midcap-Index in den vergangenen 10 Jahren ein starker Performer gewesen. Ende 2006 notierte er gerade einmal bei 9.404,89 Punkten und mit Ablauf des Jahres 2016 stand er bei sage und schreibe 22.188,94 Punkten.

Innerhalb dieses Zeitraums legte der MDAX somit um +135,93% zu. In acht der zehn Jahre wies er eine positive Performance auf, d.h. im Umkehrschluss, dass lediglich in zwei Jahren ein Minus zum Jahresende hin zu Buche stand. Der DAX schaffte in dieser Zeit gerade mal +74,04%.

 

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Das Nebenwerte Magazin richtet seinen Fokus auf die Welt der deutschen Nebenwerte und hat sich zum Ziel gesetzt, Mid-Caps und Small-Caps aus Deutschland mehr in den Blickpunkt zu rücken.

Noch immer stehen deutsche Nebenwerte weitestgehend im Schatten der sogenannten 30 Blue Chips aus dem DAX, dem deutschen Leitindex. Doch so mancher Wert aus dem DAX kam ja einst aus der zweiten und dritten Reihe und war somit selbst einmal ein Mid-cap oder Small-Cap. SDAX, TECDAX und MDAX sind daher sozusagen die Wiege des DAX.

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