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Für 400 Mio. EUR verkauft die Osram licht AG (ISIN: DE000LED4000) ihre größte Sparte, das Geschäft mit Allgemeinbeleuchtung, an ein Konsortium aus China.

Osram hatte den Verkauf des Kerngeschäftes mit Halogen- und Energiesparlampen im November, im Zuge der Neuausrichtung der Unternehmensstrategie, angekündigt. Das Unternehmen will sich stärker auf die Produktion von LED-Chips konzentrieren.

Ob die Rechnung langfristig aufgeht ist jedoch fraglich. Das TECDAX-Unternehmen Aixtron SE (ISIN: DE000A0WMPJ6) hat seit Jahren mit einem schwächer werdenden Geschäft zu kämpfen und will sich auf andere Bereiche konzentrieren. Osram konnte sich aber durch den Verkauf auch eine Liefervereinbarung für LED-Chips an den Lampenhersteller des Käufer-Konsortiums sichern.

Käufer der Sparte ist ein chinesisches Konsortium aus dem chinesischen Lampenhersteller MLS Co. Ltd. sowie den Investmentunternehmen IDG Capital Partners und Yiwu Assets Operation Center. Neben dem Kaufpreis zahlen diese in den nächsten Jahren zudem Lizenzgebühren an Osram für die Nutzung des Markennamens. Die als Ledvance firmierende Sparte soll zudem von einem besseren Zugang zum chinesischen Markt erhalten. Die dortigen Konkurrenten haben das Geschäft von Osram in den vergangenen Jahren zunehmend unter Druck gesetzt.

Mit dem Erlös aus dem Verkauf und dem laufenden Sparprogramm will Osram den Konzernumbau finanzieren, ohne dass weitere Arbeitsplätze wegfallen müssen. Für die Neuausrichtung sind bis 2020 Investitionen in Höhe von 3 Mrd. EUR geplant. Rund 1 Mrd. EUR davon fließt in den Bau der zurzeit in Malaysia entstehenden Fabrik für LED-Chips. Bis 2017 soll der Bau abgeschlossen sein. Die anderen 2 Mrd. EUR werden für Forschung und Entwicklung ausgegeben.

Der Verkauf des Lampengeschäfts und die Investitionen sollen sich bereits im laufenden Geschäftsjahr auf den Gewinn auswirken, der trotz eines erwarteten Rückgangs bei Umsatz und operativem Ergebnis ansteigen soll.

 

 


Chart: Osram Licht AG | Powered by GOYAX.de

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