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Der Roboterhersteller Kuka AG (ISIN: DE0006204407) verzeichnet laut den heute veröffentlichten vorläufigen Zahlen vor allem dank der Übernahme von Swisslog eine deutliche Steigerung beim Umsatz und beim Auftragseingang.

Belastend hingegen wirkte sich die Akquisition des Schweizer Logistikunternehmens jedoch auf das operative Ergebnis aus. So fielen im Rahmen der Übernahme Kosten in Höhe von 58,7 Mio. EUR an. Anleger nahmen die Zahlen dennoch insgesamt positiv auf. Die Aktie stieg bis zum Nachmittag auf 82,41 und liegt damit +2,30% im Plus.


Swisslog steuert über 620 Mio. EUR zum Gesamtumsatz bei 

Mit 2,97 Mrd. EUR hat Kuka für das Geschäftsjahr 2015 einen Umsatz auf Rekordniveau erzielt. Die Steigerung zum Vorjahr beträgt +42%. Maßgeblich verantwortlich für diese enorme Verbesserung ist die erstmalige Konsolidierung der Ende 2014 übernommenen Swisslog Holding AG.

Das Schweizer Unternehmen trug im vergangenen Jahr rund 620,81 Mio. EUR zum Konzernumsatz der Augsburger bei. Das entspricht einem Anteil von knapp 21%. Ohne die Umsätze von Swisslog ergibt sich für das restliche Geschäft eine Umsatzsteigerung von +11,9% gegenüber 2014.

Dieses Plus ist auf die positive Umsatzentwicklung in den Bereichen Robotics sowie Systems zurückzuführen. Die Umsatzerlöse der Sparte Robotics stiegen von 834,6 Mio. EUR in 2014 auf 909,6 Mio. EUR um +9%, während die Systems-Umsätze von 1,29 Mrd. EUR (2014) auf 1,47 Mrd. EUR um +14,5% zulegten.


Starker Zuwachs beim Auftragseingang  

Mit insgesamt +27,4% konnte Kuka den bereits hohen Wert des Vorjahres noch einmal übertreffen. Waren es im letzten Jahr noch 2,23 Mrd. EUR, so schnitt das Unternehmen in 2015 mit 2,84 Mrd. EUR erneut deutlich besser ab.

Wie schon beim Umsatz steuerte auch hier die erstmalige Einbeziehung von Swisslog den Großteil des Zuwachses bei. Der Auftragseingang der Schweizer betrug im letzten Jahr 551,8 Mio. EUR, was einem prozentualen Anteil von mehr als 19% am gesamten Auftragseingang des Konzerns entspricht.

Rechnet man diesen heraus, so bleibt ein Wert von 2,29 Mrd. EUR und somit ein Anstieg von rund +2,6% übrig. Dabei zeigte sich insbesondere der Geschäftsbereich Robotics als Wachstumstreiber. Mit einem Auftragseingang von 891,2 Mio. EUR lag dieser um +10,6% höher als noch im Vorjahr (2014: 808,5 Mio. EUR). Demgegenüber verzeichnete die Sparte Systems einem Auftragseingang von 1,43 Mrd. EUR und lag damit -1,4% (2014: 1,46 Mrd. EUR) unter dem letztjährigen Ergebnis. Allerdings belastete hier der Verkauf von HLS und dem Geschäftsbereich Werkzeugbau mit rund 50 Mio. EUR. Zudem konnte das gut laufende US-Geschäft die schwächere Entwicklung in Europa nicht gänzlich ausgleichen.  


EBIT verringert sich aufgrund von Swisslog-Übernahme

Das operative Ergebnis (EBIT) verschlechterte sich im Geschäftsjahr 2015 von 141,8 Mio. EUR auf nunmehr 135,6 Mio. EUR um -4,37%. Dabei ist das Ergebnis insbesondere von den Kosten für die Akquisition von Swisslog in Höhe von 58,7 Mio. EUR belastet worden. Dem standen auf der anderen Seite Buchgewinne aus dem Verkauf von HLS und dem Segment Werkzeugbau im niedrigen zweistelligen Millionen-Euro-Bereich gegenüber.

Ohne Berücksichtigung der einmaligen Kosten im Zuge der Übernahme von Swisslog erzielte Kuka in 2015 ein EBIT von 194,3 Mio. EUR, was einer Verbesserung von +37,02% gegenüber 2014 entspricht.

Das EBIT für den Bereich Robotics konnte laut heutiger Meldung um 12,7% auf 100,2 Mio. EUR verbessert werden. (Anmerkung: Das EBIT wurde in 2014 für den Bereich Robotics gemäß Geschäftsbericht mit 89,5 Mio. EUR und nicht 88,5 Mio. EUR, was einer Steigerung von +11,96% und nicht 12,7% entspricht.)

Für das Segment Systems konnte Kuka das EBIT von 80,2 Mio. EUR (2014) auf 114,7 Mio. EUR um +43,02% steigern. Darin enthalten sind allerdings auch die Buchgewinne aus dem Verkauf von HLS sowie des Bereichs Werkzeugbau.


Kuka meldet Auftrag für den Geschäftsbereich Systems

Neben den guten vorläufigen Zahlen für das vergangene Jahr meldete das Unternehmen heute außerdem noch den Gewinn eines Automotive-Großauftrags. Kuka angelte sich von einem europäischen Automobilhersteller ein Projekt, das ein Auftragsvolumen im niedrigen zweistelligen Millionen-Euro-Bereich hat.

Der Hersteller von Premiumfahrzeugen hat das Augsburger Unternehmen damit beauftragt, sich um die Integration von modellspezifischen Anlagenkomponenten in die Hauptlinie zu kümmern. Ab Mai dieses Jahres will Kuka mit der Auslieferung beginnen.


Aktie legt seit Ende Januar deutlich zu

Die Aktie von Kuka erreichte am 28. Januar bei 68,10 EUR ein Mehrmonatstief und notierte zu diesem Zeitpunkt 18% unter dem Schlusskurs vom 30. Dezember 2015. In den letzten Wochen schaffte es das Papier aber wieder eine Wende einzuleiten und stieg in der Folge wieder deutlich an.

Mit einem aktuellen Kurs von 82,41 EUR erreichte der Titel eine Performance von über +21% in nur drei Wochen. Viele der Analysten, die sich gestern und heute zu Wort meldeten, attestieren der Aktie aktuell eine zu hohe Bewertung. Von zehn Analysten sprachen sich fünf für „sell“ bzw. „reduce“ aus, drei für „hold“ und nur einer für „buy“. Die Kursziele liegen dabei in einer Spanne von 58 EUR bis 99 EUR. Der rechnerische Durchschnittskurs liegt bei 71,10 EUR, welcher deutlich unter dem augenblicklichen Kursniveau liegt.

Mit der Übernahme und Integration von Swisslog sowie der Fokussierung auf die Digitalisierung von Fertigungsprozessen (Industrie 4.0) dürfte Kuka sich für die Zukunft jedoch gut aufgestellt und ausgerichtet haben.     


Die gesamte Meldung von Kuka AG lesen Sie hier: KUKA: Vorläufige Zahlen zum Geschäftsjahr 2015

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