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Die CBR Fashion Holding AG hat angekündigt, noch in diesem Jahr an die Börse gehen zu wollen. Der Modekonzern aus Celle will diesen Schritt jedoch abhängig vom Börsenumfeld machen.

Für den Börsengang will das Unternehmen im Rahmen einer Kapitalerhöhung neue Aktien im Wert von 200 Mio. EUR ausgeben. Weiterhin hat der Hauptgesellschafter EQT angekündigt, beim geplanten IPÜ Aktien aus seinem Besitz beisteuern.

CBR Fashion ist vor allem mit seinen beiden Top-Marken Street One und CECIL auf dem europäischen und hier insbesondere auf dem deutschen Markt für Mainstream-Damenbekleidung tätig.


IPO soll finanzielle Flexibilität steigern

CBR Fashion und der Hauptgesellschafter EQT erhoffen sich von dem geplanten IPO eine Ausweitung des finanziellen Handlungsspielraums, um weitere anstehende Maßnahmen im Rahmen der seit 2012 eingeschlagenen Neuausrichtung zu finanzieren. Darüber hinaus soll mit den Erlösen an der Börse auch das künftige Wachstum gesichert werden.

Konkret wird CBR Fashion vor allem in die Restrukturierung von CECIL investieren. Geplant ist, die Marke genauso erfolgreich neu aufzustellen, wie es dem seit Anfang 2012 neu eingesetzten Management schon bei Street One in den letzten zweieinhalb Jahren gelungen ist.

Neben diesem wichtigen Prozess will der Spezialist für Damenbekleidung künftig auch weiter im Onlinebereich investieren. Was nicht verwundert, da der Sektor innerhalb des Unternehmens von 2012 bis 2014 durchschnittlich um 42% gewachsen ist. Aktuell hat das Online-Geschäft allerdings nur einen Anteil von 8% am Gesamtumsatz. Das soll sich in den kommenden Jahren ändern. So will CBR Fashion zum weiteren Ausbau der Sparte einen EU-weiten Onlineshop implementieren, um weitere Märkte im EU-Ausland zu erschließen.

Gezielt will man auch in das eigene Retail-Geschäft investieren und an ausgewählten Standorten weitere Filialen eröffnen, wenngleich die Ambitionen in diesem Bereich weniger stark sind, da man die attraktiven Cashflow-Merkmale des aktuellen Geschäftsmodells sichern will.


Positiver Trend der operativen Zahlen

In den letzten drei Jahren hat das Management um CEO Christoph Rosa offensichtlich vieles richtig gemacht. So konnte CBR Fashion das operative Ergebnis zuletzt deutlich verbessern.  

In 2012, dem ersten Jahr des neuen Managements, stand noch ein Minus von 17,48 Mio. EUR zu Buche, was nicht weiter wundert, da die Neuausrichtung zunächst einmal Kosten verursacht und positive Effekte eine gewisse Zeit brauchen, um sich in den Ergebnissen widerzuspiegeln. 2013 lief man aner bereits wieder deutlich in die schwarzen Zahlen und konnte am Ende ein operatives Ergebnis von 23,71 Mio. EUR erzielen. In 2014 waren es dann schon 31,73 Mio. EUR.

Ähnlich gut sieht die Entwicklung beim EBITA aus: In 2012 betrug das bereinigte EBITA 90,5 Mio. EUR, ein Jahr später waren es 99,9 Mio. EUR. Und im letzten Geschäftsjahr erzielte CBR Fashion ein bereinigtes EBITA von rund 104,6 Mio. EUR. An Umsatz erwirtschaftete das Unternehmen in 2014 rund 609 Mio. EUR, so dass die bereinigte EBIT-Marge bei 17,2% lag.

Geografisch entfällt bei CBR Fashion ein wesentlicher Teil des Umsatzes auf den deutschen Markt (ca. 431 Mio. EUR). Primärer Absatzkanal ist der Großhandel, der mit über 90% am Gesamtumsatz Haupteinnahmequelle ist.

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