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Der geplante Börsengang der innogy SE (ISIN: DE000A2AADD2), dem Spin-Off der grünen Energie-Technologie-Sparte von RWE, steht offensichtlich unter einem guten Stern.

Wie das Handelsblatt am letzten Montag bereits mitteilte, gab die Bank of America Merrill Lynch als eine der Konsortialbanken an, dass innerhalb eines Tages Kaufverträge für das gesamte Paket an angebotenen Aktien nebst der angedachten Mehrzuteilung vorliegen. Die Zeichnungsfrist ist ursprünglich vom 26. September bis zum 6 Oktober angesetzt. Eine frühzeitige Beendigung ist aber aufgrund des starken Interesses durchaus denkbar. Die Aktie soll am 7. Oktober im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse in den Handel gehen.

 

 

 


BlackRock kauft dickes Aktienpaket

Dabei verpflichteten sich sogenannte Cornerstone Investoren (Ankerinvestoren) im Vorfeld des IPOs dazu, Aktien in einem Volumen von 940 Mio. EUR zu erwerben. Zu diesen Cornerstone Investoren gehören Fonds und Konten, welche allesamt direkt oder indirekt von BlackRock Inc. verwaltet werden.

BlackRock bzw. die Cornerstone Investoren werden innerhalb der Zeichnungsfrist somit zwischen 26,11 Mio. Aktien und 29,38 Mio. Aktien zum festgelegten Angebotspreis kaufen. Mit einem prozentualen Anteil von 4,71% bis 5,29% sind diese Ankerinvestoren dann an innogy beteiligt.


innogy wird bis zu 2 Mrd. EUR einnehmen

Die enorme Nachfrage nach nur einem Tag deutet weiterhin darauf hin, dass die insgesamt 138.888.000 angebotenen Aktien von innogy voraussichtlich auch am oberen Ende der Zeichnungsspanne abgegeben werden können. Die festgelegte Zeichnungsspanne liegt bei 32 EUR bis 36 EUR.

Das bedeutet, dass innogy mit dem Börsengang einen Emissionsvolumen von 4,44 Mrd. EUR bis 5 Mrd. EUR erzielen wird. innogy selbst wird durch die Ausgabe von 55.555.000 neuen Aktien, die aus einer Kapitalerhöhung stammen, mit dem IPO somit zwischen 1,78 Mrd. EUR und 2 Mrd. EUR einnehmen.


RWE bleibt Hauptaktionär und nimmt bis zu 3 Mrd. EUR ein  

Neben den neuen Aktien aus der Kapitalerhöhung gibt die 100-prozentige RWE-Tochter RWE Downstream Beteiligungs GmbH ihrerseits bis zu 70.707.000 Aktien sowie zusätzlich bis zu 12.626.00 Aktien im Rahmen von Mehrzuteilungen aus.

Insgesamt könnte RWE somit durch das IPO von innogy zwischen 2,67 Mrd. EUR und 3 Mrd. EUR einnehmen. Danach bleibt der Energiekonzern aus Essen mit 74,98% weiterhin größter Aktionär der innogy.


Bei Börsengang fast 20 Mrd. EUR wert

Sollte innogy die Zeichnungsfrist tatsächlich am oberen Ende der Preisspanne, d.h. mit einem Angebotspreis von 36 EUR je Aktie, abschließen, so würde das Spin-Off von RWE einen Wert von 19,98 Mrd. EUR haben. Bei einem Grundkapital von 1 Mrd. EUR hat innogy nach der Kapitalerhöhung eine Aktienanzahl von insgesamt 555.000.000.

Nur kurz zum Vergleich: Die E.ON-Tochter Uniper SE ging am 12. September mit einem ersten Kurs von 10,01 EUR an die Börse, wodurch das abgespaltene Unternehmen von E.ON einen Börsenwert von etwa 3,66 Mrd. EUR zugeschrieben werden konnte. Allerdings sind die beiden „IPOs“ nicht wirklich vergleichbar, da der Uniper-Börsengang kein klassischer war: Hier wurden den E.ON-Aktionären lediglich Uniper-Aktien im Verhältnis 10:1 (für 10 E.ON-Aktien eine Uniper-Aktie) ins Depot gebucht. Eine Zeichnungsfrist bzw. ein Angebotspreis gab es nicht.

(Artikel: Countdown für das Börsendebüt von E.ON-Tochter Uniper)

Anders verhält sich das Ganze nun bei der RWE-Tochter innogy. Neben der Durchführung eines echten Börsengangs mit Zeichnungsfrist und Angebotspreis wirkt sich dabei zudem auch die Tatsache positiv aus, dass in das Spin-Off innogy nicht wie bei Uniper das „aussterbende Geschäft“ des Konzerns ausgegliedert wurde, sondern die Zukunftsbereiche von RWE.


Gewinn im ersten Halbjahr 2016 von rund 1,26 Mrd. EUR

Wie dem Wertpapierprospekt zu entnehmen ist, hat innogy in den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres einen Umsatz von 22,78 Mrd. EUR erzielt. Im Vorjahreszeitraum war dieser allerdings mit 23,46 Mrd. EUR noch um 2,90% höher.

Das EBITDA verbesserte sich in der ersten Hälfte des Jahres gegenüber dem ersten Halbjahr 2015 von 2,33 Mrd. EUR auf 2,38 Mrd. EUR. Das Ergebnis vor Steuern fiel demgegenüber allerdings mit 1,61 Mrd. EUR um -13,90% deutlich niedriger aus, als im Vorjahreshalbjahr (1,87 Mrd. EUR). Auch das Periodenergebnis blieb mit 1,26 Mrd. EUR um -11,27% hinter dem des ersten Halbjahres 2015 zurück (1,42 Mrd. EUR).

innogy geht für das laufende Gesamtjahr insgeamt von einem fallenden EBITDA aus. Für 2016 erwartet man dieses zwischen 4,1 Mrd. EUR und 4,4 Mrd. EUR und für 2017 zwischen 4,3 Mrd. EUR und 4,7 Mrd. EUR.

In 2015 generierte das Unternehmen auf Basis des kombinierten Jahresabschlusses einen Umsatz von 45,57 Mrd. EUR und erzielte dabei noch ein EBITDA von 4,52 Mrd. EUR sowie einen Gewinn von rund 1,94 Mrd. EUR.


Bis zu 80% vom Gewinn soll als Dividende ausgeschüttet werden

innogy könnte aufgrund der geplanten Dividenden-Ausschüttungsquote von 70% bis 80% zu einem interessanten Dividendentitel werden.

Bei einem auf Basis der EBITDA-Prognose von uns grob geschätzten Gewinn in 2016 von 1,76 Mrd. EUR bis 1,89 Mrd. EUR würde der Gewinn je Aktie zwischen 3,17 EUR und 3,41 EUR liegen. Daraus ergäbe sich auf Grundlage eines Kurses von 36 EUR somit z.B. ein KGVe zwischen 10,56 und 11,36.

Doch zurück zur Dividende: Auf Basis der ausgegebenen Ausschüttungsquote ergäbe sich in unserer aufgemachten Rechnung eine Dividende zwischen 2,22 EUR und 2,73 EUR je Aktie, was auf Grundlage eines Börsenpreises von 36 EUR wiederum einer Dividendenrendite zwischen 6,03% und 9,47% entsprechen würde.

 

Mit Material von innogy SE

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