wrapper

Breaking News

Die Uniper SE (ISIN: DE000UNSE018), die noch 100-prozentige Tochtergesellschaft des Energiekonzerns E.ON wird am kommenden Montag (12. September) an die Börse geschickt.

Allerdings handelt es sich dabei nicht um einen klassischen Börsengang: So gibt es keine Zeichnungsfrist und keine Preisspanne für die ausgegebenen neuen Aktien. Vielmehr werden den E.ON-Aktionären für zehn E.ON-Aktien je eine neue Uniper-Aktie ins Depot gebucht.

Mit welchen Kurskapriolen man zu rechnen hat, ist nicht genau vorauszusehen. Dass es aber kein gewöhnliches Börsendebüt wird, ist derweil schon klar. So wird die Uniper-Aktie für einen einzigen Tag im DAX gehandelt werden. Und E.ON-Chef Dr. Johannes Teyssen rechnet in den ersten Tagen mit erheblichem Verkaufsdruck.

 


Nach Spin-Off wird E.ON Minderheitsbeteiligung an Uniper halten

Bereits im November 2014 hatte E.ON bekannt gegeben, dass man das konventionelle Erzeugungsgeschäft und den Energiehandel in eine neue Gesellschaft bündeln will.

Anfang 2016 wurde dies in die Tat umgesetzt. Das neue Unternehmen trägt den schönen Namen Uniper und ist eine verkürzte Form von „Unique Performance“. Gespannt sein darf man, inwiefern die Performance der ab nächste Woche im Prime Standard notierten Aktie einzigartig sein wird.

Im Juni dieses Jahres ebneten die Aktionäre von E.ON jedenfalls den Weg für die Abspaltung von Uniper. Mit 99,68% haben sie auf der ordentlichen Hauptversammlung (HV) dem Spin-Off einer Mehrheitsbeteiligung an der Uniper-Gruppe klar zugestimmt. Der Spin-Off soll laut Meldung vom 2. September morgen ins Handelsregister der E.ON SE eingetragen werden.

Und was passiert dann? Nun, gemäß dem Beschluss der HV werden den Aktionären der E.ON 53,35% der Uniper-Aktien, das sind 195.239.660 Stücke, im Verhältnis 10:1 (zehn E.ON Aktien für 1 Uniper-Aktie) zugeteilt. Dies wird automatisch durch die depotführenden Banken erfolgen.

Die restlichen 170.720.340 Mio. Uniper-Aktien (46,65%) wird E.ON über die 100-prozentige Tochter E.ON-Beteiligungen GmbH weiterhin halten. Für den Erhalt der insgesamt 365.960.000 Uniper-Aktien gibt  E.ON im Gegenzug seine 100-prozentige Beteiligung an der Uniper Beteiligungs GmbH und damit gleichzeitig auch die Mehrheitsbeteiligung (53,35%) an der Uniper Holding GmbH ab, so dass die Uniper SE am Ende der Abspaltung über je 100% der Anteile der Uniper Beteiligungs GmbH und der Uniper Holding GmbH verfügt. Und was machen die E.ON-Aktionäre mit ihren Uniper-Aktien? Das ist die spannende Frage.

uniper beteiligungsstruktur


Für Uniper-Aktie wird ein turbulenter Börsenstart erwartet

Wie eingangs schon erwähnt, geht man auch in der Führungsetage von E.ON von einem holprigen Börsendebüt aus. Der Grund dafür ist, dass ein beträchtlicher Teil der E.ON-Aktionäre ihre Uniper-Aktien verkaufen wird. Warum, ist leicht zu verstehen, wenn man bedenkt, dass Uniper ab dem zweiten Handelstag nicht mehr im DAX notiert sein wird.

Davon betroffen sind zunächst einmal all jene Investoren, die ausschließlich in DAX-Werte investieren dürfen oder wollen. Dazu zählen z.B. die Indexfonds, aber auch andere institutionelle Anleger. Da die Uniper-Aktie lediglich am ersten Handelstag im DAX notiert sein wird, werden diese Investoren ihre Aktien am 12. September verkaufen müssen. Je nach Nachfrage, könnte es dabei zu erheblichen Verkaufsdruck kommen.

Abzuwarten bleibt weiterhin auch noch, wie die Börse auf die Uniper-Aktie reagiert. Bei E.ON hofft man, dass andere Anleger die sich bietenden „Gelegenheiten“ nutzen werden und möglicherweise kräftig zugreifen. Dagegen spricht jedoch die vorhandene Unsicherheit, die gerade in den ersten Tagen sehr groß ist.

Schließlich gibt es im Vorfeld der Notierung keine Preisspanne, an die sich Anleger, welche an der Seitenlinie stehen, orientieren können. Der erste Kurs wird am Montag das erste wegweisende Signal sein. Danach ist kurzfristig so ziemlich jedes Szenario vorstellbar.

Vielleicht aber lassen sich Anleger doch von den Bewertungen der Branchenexperten beeinflussen, die den Firmenwert von Uniper bei 4 Mrd. EUR bis 5,5 Mrd. EUR sehen. Dann sind rein rechnerisch Kurse zwischen 10,93 EUR und 15,02 EUR möglich.   

 

Mit Material von Uniper SE und E.ON SE

Nebenwerte im Blickpunkt

  • Prev

Über uns

Das Nebenwerte Magazin richtet seinen Fokus auf die Welt der deutschen Nebenwerte und hat sich zum Ziel gesetzt, Mid-Caps und Small-Caps aus Deutschland mehr in den Blickpunkt zu rücken.

Noch immer stehen deutsche Nebenwerte weitestgehend im Schatten der sogenannten 30 Blue Chips aus dem DAX, dem deutschen Leitindex. Doch so mancher Wert aus dem DAX kam ja einst aus der zweiten und dritten Reihe und war somit selbst einmal ein Mid-cap oder Small-Cap. SDAX, TECDAX und MDAX sind daher sozusagen die Wiege des DAX.

weiterlesen...

Partner

goyax logo 600x128 weiss

finanzrichten 600x114

wo logo partner

 Partner ARIVA.DE

Partner Boersennews.de