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Die Biotechnology Research and Information Network AG (ISIN: DE0005203947), kurz BRAIN AG, hat zu Beginn des Jahres das IPO im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse angekündigt.

Das Biotech-Unternehmen aus Zwingenberg (Hessen) zählt in Europa zu den Technologieführern im Bereich der industriellen Biotechnologie mit Fokus auf die Bioökonomie. Hier verfügt BRAIN bereits über mehr als 350 Patente und Patentanmeldungen.

Erlöse gehen in F&E und in den Vertrieb

Die Zeichnungsfrist läuft seit dem 21. Januar und endet voraussichtlich am 3. Februar. Insgesamt werden 3,5 Mio. neue Aktien aus einer Kapitalerhöhung ausgegeben sowie 525.000 Aktien, die im Zuge einer Mehrzuteilungsoption von Altaktionären zur Verfügung gestellt werden. Dies entspricht zusammen einem Anteil am Eigenkapital in Höhe von 24,5%. Am 9. Februar soll dann der Börsengang erfolgen.

Bisher hält das Family Office der MP Beteiligungs GmbH rund 51%, die Gründer sowie das leitende Management zusammen 29% und die MIG, ein Venture Capital Fonds, rund 20% an dem Biotech-Unternehmen.

BRAIN bietet die Aktien in einer Preisspanne von 9 EUR bis 12 EUR an und kann somit ein maximales Emissionsvolumen von 48,3 Mio. EUR erzielen. Davon sollen mindesten 10% für Privatanleger reserviert sein.

Mit den Erlösen aus dem IPO will BRAIN vor allem in die Forschung und Entwicklung (F&E) von neuen Produkten, aber auch in die stete Verbesserung vorhandener Produkte und Technologien, investieren. Darüber hinaus soll insbesondere der Vertrieb eigener Produkte forciert werden. Als weiteren Verwendungszweck nannte das Unternehmen mögliche Akquisitionen sowie eine Erhöhung von Anteilen an bestehenden Beteiligungen.


BRAIN bietet Industrie einen „Werkzeugkasten der Natur“

BRAIN hat den Fokus auf die technologische Nutzung biologischer Vorgänge gerichtet, allen voran für die Chemie-, Konsumgüter-, Kosmetik-, Futtermittel- und Nahrungsmittelindustrie.

Das Zwingenberger Biotech-Unternehmen ist auf diesem Gebiet zum einen mit der Sparte BioSciences auf strategische Kooperationen ausgerichtet, und zum anderen mit dem Segment BioIndustrial außerdem auf die Entwicklung eigener Produkte für B2B und B2C Märkte spezialisiert.

In der Sparte BioSciences macht man gemeinsam mit strategischen Partnern in F&E-Kooperationsprogrammen bisher unerschlossene, leistungsfähige Enzyme, mikrobielle Produzenten-Organismen oder auch Naturstoffe aus komplexen biologischen Systemen industriell bzw. bioökonomisch nutzbar.

Über 100 solcher Kooperationen mit z.T. namhaften Industrieunternehmen wie BASF, Bayer, Clariant, Evonik, Henkel, Symrise u.a.m. hat BRAIN bereits erfolgreich abgeschlossen. Dabei profitiert das Unternehmen von Meilensteinzahlungen, Erfolgszahlungen, Lizenzgebühren sowie von Forschungs- und Entwicklungsgeldern.

Im zweiten Tätigkeitsbereich BioIndustrial entwickelt man im Rahmen der seit 2010 eingeführten Industrialisierungsstrategie entlang der gesamten Wertschöpfungskette eigene Produkte für die Zielmärkte Enzyme, Nahrungsmittel, Wundversorgung, BioSubstitutes und Kosmetik- und Pflegeprodukte. Dies geschieht unter anderem mittels einer gezielten Merger & Acquisition-Strategie. Die eigenen Produkte werden sowohl in Eigenregie vermarktet, als auch durch die Vergabe von Lizenzen an Dritte.


Geschäft von BRAIN weist hohes Wachstum auf

In den letzten beiden abgeschlossenen Geschäftsjahren konnte BRAIN bei der Gesamtleistung eine durchschnittliche Zuwachsrate von jährlich +59% verzeichnen. Im Geschäftsjahr 2012/2013 betrug die Gesamtleistung 10,2 Mio. EUR. Bis zum Ende des Geschäftsjahres 2014/2015 konnte man diese auf 25,7 Mio. EUR mehr als verdoppeln.

Wachstumstreiber war dabei vor allem die Sparte BioIndustrial mit einem durchschnittlichen Wachstum von 68% p.a. Von 4,8 Mio. EUR stieg die Gesamtleistung hier auf 13,5 Mio. EUR, was einem Anteil von 53% an der kompletten Gesamtleistung der Gruppe entspricht. Vor zwei Jahren betrug der Anteil noch 47%.

Beim EBIT hat man allerdings den Break Even noch nicht erreicht. Mit -4,6 Mio. EUR fiel das Ergebnis in 2014/2015 sogar leicht schlechter aus, als in 2012/2013 (-4,4 Mio. EUR). Verantwortlich dafür sind der starke Ausbau der F&E-Kapazitäten und die Erstkonsolidierung der WeissBioTech.

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Noch immer stehen deutsche Nebenwerte weitestgehend im Schatten der sogenannten 30 Blue Chips aus dem DAX, dem deutschen Leitindex. Doch so mancher Wert aus dem DAX kam ja einst aus der zweiten und dritten Reihe und war somit selbst einmal ein Mid-cap oder Small-Cap. SDAX, TECDAX und MDAX sind daher sozusagen die Wiege des DAX.

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